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5/14/2009

die wahlkampfarena



ok, wir waren immer eher den weichen themen zugewandt. ich zumindest. tessa hat ja schon des öfteren ihr feministisches herzblut, ich ab und zu meinen ärger über die bahn durchblicken lassen. jetzt aber haben tessa und ich dabei geholfen ein neues baby ans licht der erde zu führen. das ist mitunter auch der grund - neben meiner abschlussarbeit - warum es hier etwas still wurde.

jetzt also machen wir ernst, politik und so. der altkluge küchenstaatsmann in mir wurde schon lange nicht mehr ausgelebt, war angestaubt und mit wodka red bekleckert. es hat mir aber sehr viel spaß gemacht - das tut es immernoch -, diese grauen zellen meines hirns wieder aufleben zu lassen. und jetzt ist sie eben da: die wahlkampfarena.

vermutlich wird sie der größte online-stammtisch deutschlands, mit zig meinungen, die sich jeweils für wichtiger halten als die andere. provokativ soll sie sein, politiker, hobbyphilosophen und diejenigen, die es schon immer besser wussten als jürgen klinsmann bzw. angela merkel, sollen sich hier die finger verbrennen.

wie auch immmer, ich finde die idee klasse, weil sie einer vergessenen wählerschaft die politische debatte wieder ein bisschen näher bringt: den onlinern, die wir nun mal sind. irgendwie. und vielleicht haben wir inzwischen auch genug mp3s gehört und lustige bildchen von schuhen gesehen. vielleicht (vermutlich) auch nicht. ein blick zur seite jedenfalls hat zumindest mir nicht geschadet.

wenn ihr lust habt, schaut rein, macht es euch bequem und diskutiert ein bisschen mit, stellt fragen, präsentiert eure meinung. versteht es als spielart, nehmt es ernst, tut das gegenteil, wie ihr wollt. nach zensursula jedenfalls kann es nicht falsch sein, ein bisschen radau zu schlagen.

mehr infos findet ihr auf der startseite der wka, die faq hier und mehr zu meinem sexy arbeitgeber hier. einen heissen dank auch an die wildcards, die das alles erst möglich gemacht haben.


3/09/2009

deichkind bzw. krauterotica



deichkinds neues video luftbahn sorgt bei unseren englischsprachigen mitmenschen für interessiertes unverständnis. alex and liane haben eben wieder ordentlich abgefeiert, so dass man folgendes hören durfte: "i'm too terrified to click any of these links." well, are you? link, link, link. ich wünsche sexuelles vergnügen mit krauterotica. mehr aus dem genre ist auch von diesem kleinod zu erwarten, falls es denn mit deichkind über den sommer hinaus weitergeht.

mehr infos auf der deichkind homepage, auf der noch immer um bandmitglied sebi hackert getrauert wird. möge er in frieden ruhen.


12/06/2008

a husband in paris

oder die große koalition als scheinehe


Shahab, Kellner und Kunsthändler – Pont Neuf, July 2007


Gabriel, Maître D’ – Brasserie Balzar, September 2007


Sébastien, Redakteur – Bastille, July 2007


Pierre, Anwalt – Pont des Arts, July 2007


Pierre, Architekt – Rue de Buci, August 2007

kalkül und liebe. vermutlich enger verflochten als das wortpaar nebeneinander gestellt vermittelt. nicht nur auf zuneigung basierende beziehungen, eltern-kind- konstellationen und gehorsame schoßhunde operieren an vielerlei ansatzpunkten mit berechnenden gedanken - meist noch bevor die liebe da war, und immer noch, wenn sie sich bereits verflüchtigt hat - kalkül und liebe haben ebenso in der politik ihren festen platz.

kalkül, so schreibt philip grassmann im aktuellen freitag, sei stets angela merkels präferierte strategie gewesen, verhalf ihr zum aufstieg innerhalb der "männerpartei cdu", führte sie als erste kanzlerin ins amt. belohnt wurde diese taktik mit liebe, oder um im duktus von politischer tuchfühlung zu bleiben: mit beliebheit. frau merkel flogen die herzen entgegen, die krone der politischen charts, die nackenmassage von george bush. die temporäre ehe von cdu/csu und spd mit liebe zu füllen vermochte frau merkel hingegen nicht. die große koalition ist dabei keine gescheiterte ehe, in der partner sich dulden, viel schweigen und die wenigen entscheidungen des alltags auf dem kleinsten gemeinsamen nenner treffen: sie war stets scheinehe. das bündnis der derzeit regierenden parteien besaß nie einen funken liebe, den koalitionen bisweilen versprühen - mit dem partner flirtend, zumindest zu anfang das feuer einer affäre verspüren. wie auch für die meisten scheinehen üblich verwaltete die große koalition ihre zweisamkeit und das land, ohne zu gestalten, ohne fruchtbar zu sein, ohne kinder. der zweck der liaison galt vorrangig dem verbleib an der spitze des machtgefüges, so wie die ehe als schein dem gatten oder der braut den aufenthalt im land garantiert.

man muss kein experte sein, um prognostizieren zu können, dass ein wahlkampf im stil von barack obama hierzulande vorrangig an fehlender leidenschaft, liebe und charisma scheitert und erst danach an den völlig verschiedenen rahmenbedingungen. nicht nur die linken scheitern daran, dass sie die herzen der menschen nicht mehr füllen können, wie jakob augstein vor kurzem schrieb: auch die großen parteien werden hart daran zu knabbern haben, dass inhaltliche aussagen alleine nicht ausreichen werden, um dem wahlkampf ein wenig glanz zu verleihen und dementsprechende effekte zu erzeugen. nach drei jahres des merkelschen zauderns verblasst die begeisterung der deutschen wähler über ihre kanzlerin merklich, schwächt nicht nur ihr eigenes ansehen sondern auch die union und könnte zu dem führen, was philip grassmann zu bedenken gibt: "eine geschwächte kanzlerin ist für franz müntefering und frank-walter steinmeier die beste voraussetzung für eine neuauflage der großen koalition nach der bundestagswahl im kommenden herbst". es ginge weiter, mit wenig feuer.
dabei scheint es fast bizarr, dass die partei, die den wert der ehe hoch ansiedelt und sie homosexuellen paaren weiterhin verwehren möchte, durch eine farblose kanzlerin in einen weiteren turnus eines ehebündnisses geführt wird, in dessen charta die infertilität eingraviert ist.

die fotografin katarina radovic hat sich der natur der scheinehen auf der künstlerischen ebene genähert. für ihre fotoreihe 'a husband in paris' übernahm sie selbst die rolle einer jungen frau, die sich in paris auf die suche nach einem mann begibt, der mit ihr eine scheinehe eingehen würde, um ihr den aufenthalt im land zu ermöglichen. sie sprach die männer zunächst mit diesem anliegen an, um sie kurz darauf über ihr eigentliches vorhaben aufzuklären: die fotografische inszenierung eines scheinehepaares. auf diese weise entstanden portraits von männern unterschiedlicher berufszweige mit der vermeintlichen frau fürs leben. portraits von ehen als verwaltungsakt.

"The aesthetic complexity of these staged images surpasses the strictly political aspects and stretches to romantic relationships between possible marriage partners as well as the seduction of the young woman who, in her appointed role, does not hide that she is "in the hurry"."

die vollständige serie findet ihr bei lensculture mit weiteren ausführungen der künstlerin. katarina radovic und paris bieten hier die zweisamkeit als bühnenstück als variante der scheinehe, die mehr glück, romantik und weitaus mehr perspektive als eine große koaltion verspricht.


10/19/2008

ikarus by sebastian müller


ariadne


minotaurus


theseus


minos


daidalos


ikarus

"kinder lernen nicht in, sondern trotz der schule", erzählte vor kurzer zeit ein beliebiger politischer akteur in einer wiederholung einer anne will sendung im fernsehen. für mich und sebastian müller, der fotograf dem dieser post gewidmet ist, ist das eine sehr treffliche beschreibung unserer gemeinsamen schulzeit im gymnasium des august-macke-schulzentrums, das trotz der namensgebung in anlehnung an den expressionisten und mitglied des blauen reiters einen kunstunterricht angeboten hat, gegen den progressive kitas heute als meisterkurs abschneiden würden. die zeit auf dem weg zum abitur an schulen in sauerländischen kleinstädten ist bitter für aufgeklärte köpfe, deren fortkommen nach dem schulabschluss nicht gen lehramt, betriebswirt oder zahnmedizin strebt.

neben den tagen, an denen unser völlig seniler spanischlehrer geburtstagslieder in moll vortrug oder wir in unserem vier mann starken kurs entrüstete el pais-texte über wowereits outing versuchten auf spanisch zu diskutieren, waren die gespräche mit sebastian vielleicht das einzig sinnvolle in den letzten zwei jahren meiner schullaufbahn, und sein kluger zynismus immer noch zu sacht formuliert für ein schulsystem und lehrpersonen, die depressionen und drogenabhängigkeit als folge ihres wirkens auf den lehrplan schreiben. berlin zeigte sich schließlich gnädig: vielleicht wäre sebastian - es seinem vater gleichtuend - sonst heute polizist und ich tiermedizinerin, wie mein berliner studienplatz es zunächst vorsah. sebastians bruder, frank müller, betrieb zu dieser zeit glücklicherweise schon sein techno-label mueller records und den act beroshima und färbte noch vor sebastians umzug nach dortmund genügend auf ihn ab. vermutlich hatte das sauerland aber schon allein die spuren hinterlassen, die sich heute in sebastians fotografie entdecken lassen.



sebastian müller studiert derzeit in dortmund fotografie und wurde im letzten jahr als deutscher teilnehmer zum studentenwettbewerb der sony world photography awards für seine umsetzung der aufgabe 'zeige dein land in einem foto' nach cannes eingeladen, wo außerdem die bildstrecke befruchtung entstand, die wie der großteil seiner fotografien die fehde zwischen genie und wahnsinn in seinem kopf anschaulich in szene setzt. seine aktuelle fotoserie ist ein wunderbarer einblick in die liebreizenden seelischen abgründe des fotografen, der nun die ikarus-sage fotografisch umgesetzt und interpretiert hat. dass ein lehrer einer sechsten klasse anhand der bilder griechische mythologie nahe bringt, sei dahingestellt; ein kunstunterricht, der kein katholischer kommunionsunterricht ist, sei diesen kindern trotzdem gewünscht - und wenn es das einzig irritierende oder inspierenende bleibt, in einer schrägen umwelt inmitten von parties der jungen union, kleintierzüchtern und schützenumzügen.

mehr von sebastian müller, der in solchen gefilden aufwuchs, findet ihr auf seiner website.


6/17/2008

gehirn-gymnastik leuchtet nicht



rebel:art fand heute gefallen daran, von der neon in die wohlige mitte des mainstream aufgenommen worden zu sein. diese veröffentlichte in der neuen ausgabe eine auf papier gedruckte blogroll mit der selektion der redaktion. der nachrichtenwert und inhaltliche überraschungseffekt der blogauswahl tendiert - und das überrascht wenig - in rascheren schritte gegen null, als der flinke finger blättern kann. doch die vorstellung von 55 blogs, für deren aufstöbern ein praktikant zwei stunden durchs netz wuseln musste, reiht sich widerstandslos in die natur des gesamtes heftes. hier wird abgebildet, was einem größeren publikum bereits hinlänglich bekannt ist und in den jeweiligen szenen schon zu vorgestrigem geschehen gerechnet wird. auf klare positionen und provokante meinungen wird verzichtet.

wie markus brauck im spiegel ende mai zu einer these über die neon kam, die seine eigene generation als einfallslos, mitlaufend und zaghaft im ton beschrieb, ist kaum erklärbar - aber auch ein spiegel muss zunächst mit worten, und wenn es dann noch reicht mit inhalt gefüllt werden. so schrieb also brauck, als jahrgang 1971 selbst noch in der blüte seiner dreißiger, keine zeitschrift bilde das lebensgefühl junger deutscher unter 40 so gut ab wie das generationenblatt neon.
ob herr brauck versunken in neon-kolumnen über one-night-stands schmökert? verzückt über den tiefgang des feminismus light artikels diesen gerahmt in das büro der redaktionsassistentin hing? oder doch lieber nachts von der authentischen theologie-studentin aus der neon-singlebörse träumt?

laut spiegel-artikel ist der durchschnittsleser der neon 30,4 jahre alt. zahlen, die wohl aus der awa stammen, deren grundgesamtheit sich allerdings auch erst aus der deutschen bevölkerung ab 14 zusammensetzt. folglich kann die awa auch weder aufschluss darüber geben, ob die neon bereits grundschüler informiert, noch zu wessen gunsten die bravo mehrere hundertausend käufer in der jungen zielgruppe über die jahre verloren hat, oder wohin die leserinnen der young miss sich wandten, nachdem dass heft erst in bym umbenannt wurde und schließlich nur noch als online-variante vor sich hindümpelte. eine kurze, quantitative auswertung der neon-titelthemen zeigt immerhin eindrucksvoll, unter welcher neuen adresse das dr. sommer-team vom wissbegierigen teen kontaktiert wird. vielleicht erreichte die ursprungsheimat des popkulturellen sexualkundeunterrichts aber auch aus folgenden gründen auflagenzahlen, die die million locker knackten: die bravo brachte uns damals zum staunen, zweifeln und über das so eben gelesene musste so mancher noch stunden lang sinnieren, wenn auch in diesem lebensabschnitt in wenig intellektuellen kategorien.
verglichen mit den wirkweisen der bravo trifft brauck an dieser stelle vielleicht das problem der neon im kern: sie bildet dinge ab - laut dem spiegel-autor gleich ein ganzes lebensgefühl. doch weder zeichnet sie neue wege, noch gibt sie ihren lesern den pinsel dazu in die hand.

auch der verlag erklärt die leser zum zwar konsumfreudigen, allerdings verantwortungsablehnenden erdenbürger. die unglückliche formulierung, die gruner+jahr in das zeitschriftenprofil ihres jugendblattes schusterte, schränkt zudem das spektrum möglicher werbepartner erheblich ein: das "heft für menschen, die erwachsen sind, sich dafür aber eigentlich noch zu jung fühlen", taugt nach diesem text als werbefläche für kondome, lipgloss und mp3-player. wenn gruner+jahr glaubt, mit dieser definition den besonderen hipness-faktor der neon-zielgruppe einzufangen, anstatt ihn als unmündig und überfordert darzustellen, sollte eventuell die wahl des texters überdacht werden.



neon ist nett. die konnotation dieses wortes bedarf keiner weiteren ausführung. sie als sprachrohr der jungen deutschen unter vierzig zu bezeichnen, beschreibt diese gruppe menschen aber in etwa so genau, wie zu konstatieren michael ballack sei der george clooney des deutschen fußballs. da hilft nicht mal der gute wille.

das blog-feature der aktuellen neon charakterisiert die zeitschrift nun so, wie die junge generation von der alles erklären wollenden mediengesellschaft wahrgenommen wird: höchst diffus und ohne absicht. den charakter einer generation allerdings aufgrund 200.000 verkaufter magazinexemxplare auf den gehalt eines bunten heftes zu reduzieren, ist eher ausdruck einer ignoranten konsumgesellschaft, die sich komplexen zielgruppengeflechten versperrt und durch die konzentration auf einen vermeintlich existierenden mainstream vor dem leisen rauschen zahlreicher jugendbewegungen kapituliert, die jede für sich mindestens so politisch ist, wie die lauten proteste zurückliegender generationen.

ob, und wie weit ein printmagazin, dass es als berichtenswert erachtet bereits bekannte blogs einer popkulturell durchtränkten und netzsüchtigen leserschaft zu empfehlen, vom zeitgeist entfernt ist, entscheidet ihr. denn swim at your own risk, ist das knicken-motto der nacht. ratschläge für die fitness am laken, eure work-life-balance und politische orientierungslosigkeit bietet euch bei bedarf mit sicherheit das lifestyle-magazin eurer wahl.



5/05/2008

denk ich an hamburg in der nacht



ich habe zwei hamburg-geprägte lieblingserzeugnisse, die zum inventar meiner küche gehören: das eine ist groß, blond und eigentlich aus bottrop - das andere aktuell blau, 186 seiten stark und wunderbar weise. die mai-ausgabe der brand eins gewährt unter dem titel 'dummheit gibt's gratis' pointierte einblicke in die ökonomie der bildung. sie eröffnet das schwerpunktthema mit folgender formel und einem eiskalt ab-



rechnenden text von wolf lotter über den auftrieb der hohlköpfe, der argumentiert, dass die industrialisierung von kreativität und bildung zu szenarien wie diesem führen kann, harmlos gesprochen: so bringe das derzeitige system "eine menge halbwegs gedrillter arbeitskräfte - unter denen man wählen kann und die sich leicht ihren preis diktieren lassen" hervor. "das spiel kennen wir bereits", so lotter, "in diesem spiel gibt es klare regeln, selbstständig denkende und handelnde menschen dürfen nicht mitspielen. wissen ist macht. von freiheit, fortschritt, qualität war nicht die rede."
auch gabriele fischer spricht mir in ihrem vorwort aus der seele, indem sie das thema des heftes an der nachricht aufhängt, die in freundlicher hinsicht auf meinen blutdruck niemals über die newsticker hätte flimmern dürfen: einer tns-emnid umfrage zufolge trauen 47 prozent der deutschen heidi klum das amt der familienministerin zu. die inaugurationsfeier mit charlotte roche und eva herman als staatssekretärinnen sollte ein ähnlich geschmackloses medienereignis werden wie gülcan's hochzeit. aber auch das ist deutschland, und wie mir eine hamburger hebamme am freitag zutrug, nennt man in der hansestadt sein neugeborenes jetzt schon mal jason-günther. dem kleinen mann bleibt glück zu wünschen, sowohl auf dem spielplatz als auf seinem bildungsweg.

meine liebe zu hamburg hört freilich bei jan, der brandeins und stilsicheren kindernamen nicht auf. hamburg ist emsig. nicht nur die szene der indie-fönfrisuren werkelt unablässlig an ihrer schule, sondern auch in musikalischen gefilden, die saint pauli als angriff des german filter massakers tituliert, wird am abitur gebastelt. die jungs von saint pauli bestücken uns nun mit einem b-52s remix aus der heimischen schmiede. eine eigene single samt eines toxic avenger remixes gibt es laut max in kürze. mehr informationen über saint pauli findet ihr hier, be kind and kiss'em.


b-52s - juliette in the spirits (saint pauli rmx) (dl) (ysi)



bis dieses musikgut erscheint, gibt es an elbe und spree viel zu tun. kinder wollen getauft, ects-credits in bachelor und master gesammelt werden; outdoor-raves warten bei wind und wetter auf die frühlingshungrige meute. denn nicht nur hebt sonne die laune, glaubt man einer volksweisheit, macht mairegen schön; hilft das nicht, kümmert sich heidi. in klum's modelcamp verwaltet die familienministerin im geiste den look und entwicklungsweg ihrer 'meedchen' bekanntlich ähnlich galant und fortschrittlich wie einen gradlinigen bilderbuchlauf durchs deutsche bildungssystem: klappe halten, nicht zuviel nachdenken und fleissig, aber langweilig sein - dann klappt es auch mit der karriere in der krawattenarmee beziehungsweise der ehre, für deutschen moderamsch posieren zu dürfen.

wer dazu keine lust hat, findet womöglich an der maxime der hamburger brandeins-redaktion gefallen. ab unters kopfkissen damit: man lernt nicht fürs, sondern beim leben. musik hat dabei sicherlich neben anderen bildenenden maßnahmen ihren stellenwert, egal ob am klavier oder am synthi; denn ob ausschließlich die beschallung des schwangeren bauches mit klassischer musik zu kleinen intelligenzbolzen führt, ist bislang nicht beantwortet. eine herausforderung für eine master-thesis also? - wohl eher eine nette information. auf innovation und fortschritt müsste herr lotter bei forschungsinteressen dieser art allerdings weiterhin mit sehnsucht warten.


3/13/2008

german love aus oregon



entgegen landläufiger meinung existieren in den vereinigten staaten neben dem lederhosenträger und nazi weitere stereotypen für den bewohner deutscher lande. mein liebling darunter, nicht zuletzt weil er das erste klischee war, mit dem ich im golden state konfrontiert wurde, ist die von mike myers von 1989 bis 1997 verkörperte figur dieter. ein recht schmeichelhaftes wesen hat saturday night life da geschaffen: den durchgeknallten, intellektuellen ästheten, der stets im schwarzen rollkragenpullover gemeinsam mit seinem affen klaus in der westdeutschen talkshow "sprockets" absurde interviews mit prominenten führt, und im abspann zu kraftwerk tanzt.
in der gesammelten liste von dieters bravourösen aussprüchen taucht allerdings nie auf, dass neben abartigkeiten, vorgestellt in "germany’s most disturbing home videos", die effizienz der deutschen eines seiner bevorzugten themen darstellte. das aus dieters munde stammende 'efficient german sex' wurde zum meistbenutzen catchphrase meines usa-aufenthalts, der in berkeley selbst in politischen diskussionen immer wieder eingeworfen wurde, und stets wohlwollen für die deutsche handhabe der dinge symbolisierte.

sprockets, dieter und äffchen klaus stürmten vor kurzem durch die hintertür meines kopfes als ich auf den song german love von starfucker stieß. aus lektüre der lyrics, geschrieben vom schlagzeuger und kopf der band, josh hodges, kam ich der bedeutung des songtitels nicht näher. aufrund ihrer kürze lassen sie keine weitere interpretation zu, und selbst das urban dictionary hält zu german love keinen erklärenden eintrag bereit. auf nachfrage merkte josh zwar an, dass er deutsche sexy fände, der titel des liedes kam hingegen zustande, als er die melodie vor sich hinsummte und die worte sich dieser anpassten - das 'german' sei bedeutungslos, so josh. weshalb der text nun nicht 'jen my love, i will give it to you' heißt, wird wohl das geheimnis des sängers bleiben.


starfucker - german love (dl) (ysi)




aber nicht allein aufgrund des regionalen bezugs sondern vor allem aufgrund der brillianz von dem, was josh hodges mit seinen projekten starfucker und sexton blake musikalisch bewegt, sollen die lofi-meisterstücke auch hier die runde machen. portland hat sie alle, die guten.
doch sexton blake und starfucker empfiehlt sich nicht nur für indie-fans von elliott smith, the shins oder pinback, sondern für alle, die simple, wunderschöne musik herzen.
die alben 'sexton blake' und 'play the hits' – eine compilation von cover-songs, die sogar stücke von elton john und milli vanilli für die indieohren schmackhaft anrichtet – sind was für sie sammlung.
wer zum frühstück zunächst die 80er unbehandelt verzehren möchte, findet das orginal von young turks hier, von making love out of nothing at all hier. rod stewart und air supply klingen in der version von sexton blake folgendermaßen:


sexton blake - young turks (dl) (ysi)



sexton blake - making love out of nothing at all (dl) (ysi)



starfucker ist die jüngere und aktuelle band von josh und ryan biornstad; ausführliche informationen zu diesem projekt und sexton blake hält das interview mit josh hodges bei speakzine bereit. das erste album von starfucker erscheint dieses jahr bei badman recording co.; da ryan und josh virb bevorzugen, könnt ihr euch dort mehr von den jungs aus oregon anhören. show them some german love.

und um mit einem zitat von dieter zu schließen: "it had a good beat and was easy to dance to; i give it a fourteen."


2/18/2008

somebody shrunk the men



als spross der katholischen kirche bin ich mit dem ritus des österlichen fastens aufgewachsen und habe anstandslos die an weiberfastnacht ersungenen süßigkeiten zur verwahrung oder rationierten abgabe an die oberste spirituelle instanz meiner familie übergeben. wirklicher verzicht erwuchs einem kind in den 80ern daraus nicht. heisshungerattacken aus liebeskummer, hormonellen schwankungen oder klausuren- stress sind kleinen kindern meist unbekannt, und ein verzicht auf das spärliche medienangebot war zu dieser zeit kaum von nöten.

vom deutschen fernsehen abstinent zu leben ist zwanzig jahre später im sinne des fastens ebenfalls kein opfer, eine zuwendung zum programm der heimischen sender wohl eher ein opfererung des eigenen verstands – dennoch kommt der aufruf der ansonsten eher rückwärtsgewandten katholischen kirche einem kleinen schritt auf modernerem boden gleich: papst benedikt xvi. empfiehlt seinen schäfchen in den wochen vor ostern ein medien-fasten, um in der abkehr von bildern und stimmen die zeit der buße intensiver zu durchleben.
für die amerikanischen katholiken erscheint dies vielleicht als hohn, hat der writers’ strike sie doch mehrere wochen auf zwangsdiät von ihren liebsten sendungen gesetzt und quer durchs land sarkastisch kommentieren lassen, das aussetzen des programmangebots würde die us-bürger nun zwingen, interpersonalen kontakt zu intensivieren oder das geschriebene wort zur hand zu nehmen.



für die deutschen christen hingegen wäre das medienangebot das geeignete anorektikum, um in der fastenzeit die finger von den gaumenfreuden zu lassen. doch vielleicht hat benedikt sich mit seinem vorschlag in die essstörungs-offensive der bundesregierung eingereiht, und sieht beim medien-fasten einen ansatz - ensteht durch shows wie dsds, barbara salesch oder johannes b. kerner doch eher ein brechreiz als appetitlosigkeit – bulimische symptomatik einzudämmen, scheint diese doch wenig vereinbar mit den prinzipien der katholischen kirche – im gegensatz zur spirituellen askese.

das fasten auf immateriellen verzicht zu verlagern ist außerdem von nicht zu unterschätzender volks- wirtschaftlicher bedeutung: kommerziell angebotenes fasten, tee, vitaminpräparate und yogamatten könnten wohl kaum ausgleichen, was verloren ginge, würden alle christen 40 konsekutive tage auf jegliche genussmittel oder gänzlich auf feste nahrung verzichten.

hoffen wir nur, auch die politik verzichtet in der fastenzeit einmal auf das bad in pseudo-ereignissen: als bildfähige aktion wäre das fasten natürlich für jeden minister geeignet, sich in zeiten, in denen kein handy zurückzugeben ist, teesiebe auf die augen gesetzt werden oder gänse gerettet werden können, sich medial mal wieder ohne politische aussage zu positionieren. die wirksamkeit solcher aktionen sollte aber für eine gute platzierung unter unseren beliebtesten volkvertretern auch im zuge eines medien-fastens der bevölkerung ähnlich gering ausfallen.

die politischen, spirituellen und gesundheitlichen aspekte des fastens hin oder her – einem bericht der new york times zufolge hat ein asketischer lebenswandel nun auch wieder für männer hochkonjunktur: im artikel "fashion’s new male ideal: the underfed look" sorgt guy trebal sich um die hohlwangigen männer, die über die laufstege wandeln.

von anabolika zum leben erweckte muskelmassen sind zwar seit jeher nicht zu tolerieren - geschweige denn anzufassen - doch nun können die skispringer sich zusätzlich damit rühmen, nicht nur mit der in hungerzeiten natürlich auftretenden zusatzdosis von serotonin zu dopen, sondern auch modisch in sachen körperbild am puls der zeit zu sein. der trend nun lieber etwas elfengleiches, als einen california surfer boy an der hand zu führen, mag auch den frauen trost spenden, die trotz normalgewichts ihren freund im armdrücken schlagen, oder seit monaten versuchen, ihn durch den entzug von zigaretten, aufopferndes zufüttern von sahnigen suppen und den weihnachtlichen marzipanvorräten, wenigstens auf inch-weite 30 zu mästen – was meist ohne erfolg hinsichtlich des körperfetts bleibt, aber wenigstens mit wertschätzung und verblüffung über die wachsenden küchenambitionen honoriert wird.



wer sich nicht in weiser voraussicht des indieboy-revivals ein solches prachtexemplar vor jahren im magnet-club zu eigen gemacht hat, kann nun natürlich das gemeinsame kochen im pärchenkalender als fastentag markieren, den trend zum jüngeren mann gleich wieder miteinführen und den 17-jährigen freund der kleinen schwester einheimsen, oder ins sauerland zum skispringen fahren.

sollte all dies ohne trophäe enden, kann frau bis ostern zumindest immer noch behaupten, vor allem sexuelle enthaltsamkeit zu exerzieren.
im zuge dieses stichwortes gibt es dann noch eye candy zum abgewöhnen für die herren: lindsay lohan im ny mag als marilyn monroe - streckenweise unbekleidet, aber nicht gerade lecker.

futter für die geschundene fernsehseele gibt es seit letzter woche übrigens wieder von der insel. dort ist sie zweite staffel der serie "skins" angelaufen - so schön, so sexy und so skinny wie eh und je.


12/22/2007

choreo en couleur



nur einen knappen monat später gibt sich choreo erneut die ehre und drapiert pünktlich zu den festtagen seinen neuen track 'high five' unter unserem baum. remixalone, graphic artist aus bordeaux, trägt den visuellen teil zum jahresabschluss des thüringers bei: er hat andré in die farben der weihnachtlichen großstadtbeleuchtung getaucht, die im neuen jahr vermutlich weiterhin den dresscode der nu rave-gemeinde dominieren werden.

choreo - high five (ysi)


mehr von choreo bei knicken findet ihr an dieser stelle und seinem myspace. das portfolio von remixalone, der unter anderem auch für donovan den pinsel schwingt, könnt ihr hier einsehen.


12/11/2007

eine frage der haltung



seit seiner einstellung im jahr 1999 stieg hartmut mehdorns gehalt um etwa 400 prozent, das seines vorstands im schnitt um knapp 300 prozent. kinder des fernverkehrs wissen, dass man gleichzeitig ohne billigtickets, sonderaktionen oder bahncard 50 am fernverkehr der deutschen bahn kaum teilnehmen kann. ein stehplatz berlin - hamburg kostet momentan rund 62 - moment - 65 euro, einfache fahrt wohlgemerkt. vor mehdorns antritt waren es immerhin noch unter 50 euro.

dass dies schon damals sowohl dem geldbeutel des kunden als auch der mobilität des humankapitals - wie der volkswirt so charmant sagt - abträglich war, ist unbestritten. berlin ist immernoch berlin und nicht, wie bahn und medien uns damals glauben machen wollten, der neue, kreative vorort von hamburg, der stadt, die den berliner nachwuchskräften jobs und geld bieten sollte. ganz im gegenteil, während berlin weiter vor sich hin siecht, erfreut sich hamburg einer wirtschaftlich äusserst stabilen lage, ohne die berliner boheme. die brücke zwischen den beiden nördlichsten metropolen deutschlands bleibt zumindest auf den gleisen brüchig.

vor kurzem dann trat der unbeliebteste deutsche in das nächste fettnäpfchen, namentlich gdl. mit den lokführern lieferte bzw. liefert er sich eine mediale farce, bei der am ende niemand mehr eine gute figur abgeben wird. weder der immersture, unbelehrbare und mit 170 cm körpergröße einer minderheit angehörende mehdorn - der brandeins zufolge bilden topmanager unter 180 cm mit 9 prozent eine recht seltene art - zur einsicht kaum zu bewegen, die scheinbar gierigen lokführer, die einen stück von der neuen, großen sachertorte namens db abhaben wollen, noch die westerwellschesken co-gewerkschaften, die nichts besseres zu tun haben, als sich den medien als phrasendreschende höhlenforscher unterer körperregionen zu präsentieren.

was bleibt, ist ein unternehmen, das den eindruck macht, fest in der hand einer selbstsüchtigen riege von managern zu sein, das sowohl von kunden- als auch angestelltenbindung nicht viel zu halten scheint und in den letzten wochen im chaos versank, ganz so wie es auf den gleisen schon seit jahren üblich ist. nur inklusive fürstlicher entlohnung.



schamgefühl jedoch wird bei herrn mehdorn wohl kaum aufkommen, weiss er sich doch in den besten kreisen. so verdient herr wiedeking, seines zeichens porsche-chef, knapp 54 millionen euro im jahr, eine summe die vor allem auf einem vertrag fußt, der geschlossen wurde, als sich der aktienkurs des unternehmens noch auf talfahrt befand. jetzt, da es wieder bergauf geht, versteht sich wiedeking im grunde genommen konkludent aufgefordert, die kuh zu schlachten, die er melkt.

aber tut er das wirklich? nein, den wie im fall ackermann müssen sich die topmanager keine sorgen um konsequenzen machen: bei der pleite ruft der nächste lukrative job, im zweifelsfall sitzt man eh schon im vorstand nebenan. justizia schützt derweilen mit geschlossenen augen ein solches verhalten, und so wird es wohl auch noch eine weile bleiben. wenn man sich anschaut, wie richtlinientreu die regierung momentan die vorweihnachtlichen klatschpressen füllt, muss man sich als manager zumindest in nächster zeit keine sorgen machen, mit dem gesetz in konflikt zu geraten.

eine ganz andere idee kam dabei gregor gysi als gast bei anne will. er wies darauf hin, dass es neben dem gesetz noch die möglichkeit der gesellschaftlichen ächtung gäbe. das ist eine stoßrichtung über die man sich in den büros jenseits des 20ten stockwerks vielleicht schon viel eher gedanken machen sollte.

noch stehen sie nur in den medien schlecht dar, werden beschimpft und landen schlussendlich auf negativen toplisten, deren aussagekraft sich auf ein paar zehntausend clicks im internet beläuft. ein eher amüsanter widerstand, geht man davon aus, dass der pauschal idealisierte topmanager mit seinem gewissen ähnlich skrupellos umgeht wie mit den geldtöpfen seines unternehmens.

aber moment, war es nicht genau diese haltung, die vor knapp 30 jahren zu etwas führte, das wir heute den deutschen herbst nennen? politiker reden heute von notwendiger sozialer ungerechtigkeit, oswald metzger diffamiert hartz-4-empfänger, gleichzeitig formiert sich ein neuer geldadel, der von entlassungen und "entschlackung" seiner unternehmen lebt und dessen grinsende fratze herr ackermann nach gewonnenem verfahren in siegerpose präsentiert.



der radikale widerstand ist momentan eher kopflos, laut, betrunken und am 1. mai in kreuzberg. künstlerisch verniedlicht zeigt 'die fetten jahre sind vorbei' wie es auch anders gehen könnte. doch das ist alles harmlos im vergleich zu dem, was vor einigen wochen auf allen kanälen gut dokumentiert über die bildschirme lief, ein backflash in eine längst vergessene zeit des linken terrors.

in einer gesellschaft aber, deren subkulturen den chic der raf und des linken widerstandes nicht erst seit der wiedergeburt des palifeudels als styleaccessoire aufgegriffen haben, finden sich mehr und mehr menschen, die sowohl mit links als auch radikal sympathisieren, es zumindest wohlwollend dulden. ganz allgemein ist es modern, mit der nationalen vergangenheit flapsig bis unreflektiert umzugehen. und selbst der bnd scheint die zeichen der zeit erkannt zu haben und sich mit seiner offensive in sachen datenschutz wieder gedanken um konspirative wohngemeinschaften zu machen.

man mag davon halten, was man will. wenn weder haltung noch gesetz die topmanager in die schranken zu weisen wissen, werden sie selbst den nährboden für etwas liefern, dass in dieser form in deutschland seit jahren maximal als böser traum vergangener tage existierte. die branche der privaten sicherheitsdienste boomt. ein reflex auf neider, (linke) besserwisser auf dem kriegspfad oder schlicht die eigene paranoia. ein umstand, der in jeder hinsicht nachdenklich stimmt und zweifel an den mechanismen unserer gesellschaft aufkommen lässt.

und doch ertappt man sich bei dem gedanken an einen fiktiven josef ackermann als suchkind 312 oder herrn mehdorn, der vermisst und verzweifelt mit brüchiger stimme an den bahngleisen von seinen treuen angestellten ausgerufen wird, dabei, ein gefühl zu entwickeln, das unseren eltern mehr als bekannt sein sollte: heimliche freude.

diese entwicklung sollte einigen mitgliedern unserer gesellschaft genug anlass sein, das eigene maß eingehend zu prüfen. so oder so ist es an der zeit, etwas haltung und soziale verantwortung zu zeigen, will man doch den turbokapitalisten aus mütterchen russland zeigen, dass demokratie auch mit rechten dingen zugehen kann. was auch immer die zukunft bringt, dem schreiber zumindest ist es grund genug, mehr popmusik zu hören.


11/26/2007

choreo down under


den damn arms werden wir uns in naher zukunft noch ausführlicher widmen. zunächst hat das auf musikalischer ebene allerdings choreo getan und beglückt uns mit einem remix von the boss vom anfang november erschienenen album "the live artex". mit andré klappt die australisch-thüringische kollaboration also schon blendend und geschwind – auf deutschen boden haben damn arms es hingegen noch nicht geschafft – aber auch das soll sich bald ändern. nach weltweiten und monatelangen touren mit den klaxons, cut copy, the (international) noise conspiracy und den midnight juggernauts – um nur einige zu nennen – sollte selbst workaholics wie den damn arms eine verschnaufpause gegönnt sein.




mehr zu choreo und seinen eigenkreationen für durchgeschwitzte nächte findet ihr an dieser stelle und auf seinem myspace.


9/20/2007

choreo


der südthüringer andré ist choreo. und choreo hat es auf den blog unserer kollegen von kidz by colette geschafft. wie schon prophezeit sind die franzosen damit auf den jungen act aufmerksam geworden.

irgendwo zwischen 80ies, indierock und new rave bangt sich der 21-jährige mit ordentlich geschmack und pepp aus der provinz in die gehörgänge der internationalen, blogorientierten feiergemeinde. mit sicherheit nicht das letzte, was es zu hören gibt, aber für dezibelgeschädigte synthfans definitiv eine mögliche hausnummer ist cut the dust, hier zu hören.

choreo - cut the dust


download durch klick auf den titel. den zweiten aktuellen track namens neon findet ihr hier, mehr infos auf myspace.