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9/04/2008

when saints go machine





über when saints go machine ist nicht viel herauszufinden, wenn man im netz stöbert. abgesehen natürlich von dem fakt, dass moulinex, ein liebling meinerseits, schon seine finger im spiel hatte. und blogs wie discodust, respektive ich selbst, und co schon über die dänen berichteten. am rande erwähnenswert vielleicht noch, dass sie hier in einer colab mit siriusmo, dem berliner stuckateur meiner wahl, zusammenarbeiten. das ganze pendelt irgendwo zwischen dänenpower und verschlafen gelangweilter hysterie. rückblickend nie wirklich falsch. enjoy the pop music.


when saints go machine - sell me your exit (dl) (ysi)


when saints go machine - pale feat. siriusmo (dl) (ysi)


mehr gegen den herbst gibt es auf dem myspace der jungs. show some good old fashioned internetloving.


11/11/2007

for god and country



angie weilt auf der ranch, emsig darum bemüht die gastfreundschaft des präsideten nur mit angestrengt politischer mine zu genießen.

eventuell auftretendes fernweh trösten die bilder aus asger carlsens fotografischem roadtrip "detour" durch fünf us-staaten. jede bildliche station seiner dokumentarreise scheint bis zum anschlag gefüllt mit einer variante des amerikanischen lebensgefühls und spricht bände über die vergangenheit, gegenwart und zukunft der portraitierten, eingefangen in einem auf den ersten blick beläufig erscheinenden moment.

die komplette serie findet ihr auf carlsens seite, weitere arbeiten bei seiner amerikanischen agentur marge + casey.






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6/04/2007

der da oben: the boss of it all


lars von trier hat ideen. und wenn er diese umsetzt, dann regt sich was in der kinolandschaft. nicht immer positives, aber was man ihm nicht vorwerfen kann, ist, dass sein kino nicht bewegen würde. nach etlichen experimenten, dogma und seinem ausflug in die welt des radikal ausradierten theatherkinos a la dogville nun also automavision.
automavision ist ein verfahren, bei dem computergesteuert der filmausschnitt nach dem zufallsprinzip festgelegt wird. soweit die graue theorie. bewundern lässt sich das ganze in 'the boss of it all', einem film, der überraschenderweise eine komödie ist. in dieser engagiert ein windiger manager einen schauspieler, um eben diesen seiner firma als strippenzieher, der bis jetzt nur im hintergrund die fäden gesponnen habe, zu präsentieren. das ganze ist - wie könnte es anders sein - eine kapitalismuskritik, die von ihren komischen momenten lebt.
der film floppte in amerika, was aber nicht weiter verwunderlich ist. allerdings hielten sich auch die kritiker mit lob vornehm zurück, im gegensatz zur internetgemeinschaft, die durchaus positiv bewertete.
vor 2 monaten lief der film in der schweiz und damit das erste mal im deutschsprachigen raum an. wann er wirklich hierzulande in die lichtspielhäuser kommt, bleibt abzuwarten. allerdings machte von trier in letzter zeit wieder schlagzeilen - der kontroverse regisseur wurde in eine kopenhagener psychatrie eingeliefert - so dass man der logik des marktes folgend davon ausgehen kann, dass dieses kleinod publicitywirksasm deutsche programmkinos in kürze erreichen sollte. und abgesehen davon bräuchten gerade jetzt die in den medien viel gescholtenen g8-gegner doch auch mal wieder etwas, was a. wirklich mit systemkritik zu tun hat und sie b. mal wieder zum lachen bringt.

trailer und homepage