es ist soweit. ein bisschen nerdiger stolz erfüllt mich schon, wenn meine entdeckung altair nouveau es offensichtlich geschafft hat, ein paar eps und lieder auf dicken labeln zu platzieren. 12" auf dfa/solar disco, 12" auf chinatown. er rollt. und er hat es verdient. big time! als kleiner bonus sein letzter free track, die is ab jetzt nur noch mit labelpermission geben wird. ein bisschen traurig, aber lauf, brandon, lauf!
zeigt ihm ein bisschen liebe, er ist ein guter kerl direkt aus dem plattenladen, mit viel sinn für musik und einem gesegneten äusseren. selbst seine eltern haben sich damals über unseren post gefreut, auch wenn sie kein wort verstanden haben. that's the spirit, lovely. infos: homepage hier, myspace da.
aleks sagt "dancefloor-oriented, catchy and synth-laden" und kein clone. ich sage, das mit anthony wird schwierig von der hand zu weisen sein, denn auch wenn tom neville und henry bennett aka colourin in in london beheimatet sind, liegen die referenzen musikalisch doch ganz klar in ny. da kommen übrigens auch hercules & love affair her, nicht nur laut meldeamt. während sich hercules allerdings häufig auch in 80ies spielereien verlieren, sind colouring in eher klar und straight forward, ein bisschen kühler, aber auch schön slick. bleiben ähnliche tonlagen und konzept. anyway, i like it very much, besser frisiert sind sie eh.
the virgins, meine allerliebste band. und am 9. april in kreuzberg. ich winde mich in verzückung. und hier ist das neue video zu 'one week of danger'. und nein, diese lyrics sind nicht girlism approved. aber es gibt dinge, die sind besser als feminismus, und es gibt männer, die verlieren durch ein klein wenig machoismus nicht an anziehungskraft. zudem haben die virgins erst in diesem fotoshoot bewiesen, dass sie auch gerne als objekt herhalten und nicht nur die weiblichen geschöpfe als solche besingen. und seien wir ehrlich: wenn die jungs singen: "i want her legs, her body and her cash", sind sie einer nicht kleinen gruppierung von frauen weit voraus, die es allein auf das geld abgesehen haben. sex ist ehrlicher. ein bißchen dirrty talk besser als ständig in den mantel geholfen zu bekommen.
have a wonderful week full of danger.
update: als bonus gibt es noch die demoversion von 'one week of danger', die ein wenig rougher ist als die album-version. die hab ich noch ein wenig mehr gern. gab's auch schon mal, im ersten post zu the virgins im november 2007.
33hz aus new york machen funk, modernen. im weitesten sinne. bei einigen remixen rutschen sie auch (unangenehm) in new ravige gefilde ab. und der scheiss ist ja vorbei, irgendwie. hörte ich zwischen zwei gläsern diskoschorle mit schirmchen und bunten luftballons. abgesehen davon machen sie aber eben feinen funk, modernen. und der hat zumindest den samstagabendtreff frei nach dem motto "entweder man ist genervt oder geht nach unten und säuft mit" überstanden. ein bisschen was für die love handles schadet ja nie, deutschlands wurstfachverkäuferin #1 würde es nicht wagen zu widersprechen. dazu gibt's noch was von den teens. enjoy the fitness.
vielen dank an die fluos für den oberen track. mehr infos gibt es auf dem myspace der band oder direkt bei foolhouse. ausserdem gibt es unten das video zur single i feel alive.
neues 'video' von simon owens, der den guten james puppen tanzen lässt. proof am ende. die verzerrte alternative gibt es hier. i like it. bonus: schmerzen bei den crookers.
in flagranti sind vielleicht momentan so etwas wie meine lieblingsband, etwas, auf das man sich freut, und etwas, das glücklicherweise am fließband dinge abliefert, über die man sich auch freuen kann. warum das so ist? deswegen und deswegen zum beispiel.
es bleibt zu hoffen, dass sasha crnobrnja und alex gloor, die sich diggend hinter in flagranti verbegen, nicht aufhören, uns mit ihren kantigen organic-house-diy-grooves und ihrem woman-glamour-trash-chic zu beglücken. und momentan sieht es nicht danach aus, peter wird es freuen. kitsune auch. und in diesem fall holy ghost, die sich genüsslich an der neuen single business acumen verdingen.
mehr informationen gibt es auf dem myspace von in flagranti oder bei codek records, den backkatalog hier und die neue single direkt bei unseren freunden von kitsune, billg und gut. go, buy!
kasper bjorke bekommt in letzter zeit mächtig antrieb. sei es vom eigenen label, pr-menschen oder eben gastierenden djs. seine neuste single wird jetzt folgerichtig von the juan maclean bearbeitet, einem freigeist, dem ich in jugendlicher unbedarftheit mein herz schenkte, vor allem wegen eines live-stücks. anyway, ohne umschweife, pop. take my love for granted, it's free.
lange wachphasen und wirre träume unterbrachen meine nächte im münchner palace hotel am vergangenen wochenende. zwei gründe dafür kann ich zweifelsfrei ausmachen: zum einen unbehagen, ausgelöst durch das schütteln von guido westerwelles hand, die sich anfühlte wie ein zu oft gefettetes ledersofa. zum anderen fieberte ich dem ersten album meiner derzeitigen lieblingsboyband entgegen. viele frauen haben die auflösung ihrer über alles geliebten boygroup überlebt und schicken ihren ersten sohn nun zum ballett - ich habe vor wenigen wochen das erste mal ein poster einer solchen band in meiner küche aufgehangen.
irgendwo zwischen später kindheit und endender teenagezeit klafft bei mir eine lücke, die für viele mädchen die erfahrungen einer heiser gekreischter kehle, hyperventilation in den vordersten reihen einer ausverkauften konzerthalle und den ersten, untröstbaren liebeskummer beinhaltet. boybands mochte ich nie, vielleicht aus dem grund, dass ich barbies und fußball schon im kindergarten nicht als unvereinbare hobbies angesehen habe, und somit meine spielkameraden des männlichen geschlechts nie als exotische energiebündel betrachtete, die aufgeregt einem ball hinterherjagten. dieses frühe verständnis für echte jungs stellte die von produzententeams aus plastikgegossenen knabenchöre für mich in eine ecke, die keinen sinn ergab: spielkameraden? - nein. erste liebe? – bloß nicht. meinen besten schwulen freund würde ich jahre später treffen, mir war weder metroxsexualität zu dieser zeit ein begriff, noch wusste ich von der geldmaschine hinter den gecasteten tanztruppen - dass an dem konzept einer boygroup allerdings einige kanten waren, die nicht in meine lebenswelt passten, und dass die sorgsam selektierten schönlinge bei mir so starke emotionen regten, wie monica bellucci bei guido westerwelle, stand bis zu meinem dreiundzwanzigsten lebensjahr für mich so fest wie kurt becks bürstenschnitt dem wind trotzt.
boybands funktionieren noch immer um pubertierenden mädchen herzen in die augen zu zaubern. diese malen heute wie früher mit nicht zu bremsenden enthusiasmus großflächige plakate für die auserkorenen voller sexueller angebote, von denen sie bis dahin stets nur in der bravo gelesen haben. wer nicht weint, seinen bh auf die bühne schleudert und nach luft jappst, ist kein wahrer fan. zwar ist tokio hotel ein entscheidender fortschritt und erweitert das spektrum der traumgatten für junge mädchen erheblich, dass die auseinandersetzung mit dem anderen geschlecht lange zeit nur über sehnsüchtiges betrachten eines poster geschieht sowie das objekt der begierde über das angebot von oralsex für ein 'happily ever after' gewonnen werden soll, stellt eine frühe weiche für die aufrechterhaltung patriarchalischer strukturen und schlechtem sex. nicht nur die musikindustrie führt dabei bereits kinder hin zu einer verkorksten rollenverteilung. sowohl erziehende, die spielzeugindustrie als auch das schulsystem propagieren eine starre geschlechtertypologie. integration schreibt die deutsche bildungspolitik zwar auf den ersten blick groß groß – doch dabei vergisst sie stets, dass nicht nicht nur sprachübergreifend ein bisschen anleitung beim miteiander hilft, sondern dass erstklässler mit blauem und fliederfarbenen schreibset nicht automatisch zu rollenbildern finden, die für ein zusammenleben förderlich sind. wen wundert es, dass die ersten kinder immer später kommen, wenn die damen daran festhalten auf einen blonden prinz à la nick carter zu warten, und die herren im vorstand fangen spielen. warten wir ab, ob frau von der leyen sich der demographischen hemmfunktion von boybands bewusst ist, denn natürlich ist das rauchverbot in deutschland erst der anfang davon, unsere kultur auf maß zu schleifen.
der hang zur zigarette hat sich mir bislang nicht erschlossen , doch meine vorliebe für boybands habe ich ausgerechnet im fruchtbarsten alter entdeckt. die lebensphase, in der ich begonnen habe musikalische formationen, die hauptsächlich aus hübschen, nonchalanten männern bestehen, zu mögen, weist vielleicht eine parallele zu dem phänomen der kindlichen hinwendung zur boygroup auf: mädchen beginnen zehn jahre ältere sänger zu vergöttern, da diese über romantik und ewige liebe singen, wenn ihre altersgenossen fast ausschließlich für die waden von michael ballack zu begeistern sind, die rehaugen der klassenkameradin aber schlicht nicht interessant genug sind. als mein freund begann unsere familienplanung mit dem grundgesetz und dessen schwestern in der staatsbibliothek auszusitzen, entdeckte ich, wenn auch nicht ausschließlich aufgrund von hübschen hintern, meine liebe zu einer handvoll boybands. lange leuchteten meine augen nur bei dem anblick von zwergkaninchen und männern mit bärten, but things have changed: wie es sich für einen fan mit groupietendenzen gehört, habe ich the teenagers in diesem jahr schon live gesehen, besitze shirt und poster and der wand und kann die lieder mitsingen. ich wurde ermahnt, nicht zu oft über poney poney zu schreiben, und der text über young lords muss dringend gekürzt werden, bevor er online geht. doch sorgen, muss man sich um mich nicht: entscheidender unterschied für die entdeckung der boybandbegeisterung im jungen erwachsenenalter ist nämlich, dass ich nicht davon träume, dorian, quentin oder michael vor den altar zu schleppen, sondern ich eher ihr dreckiges französches gebrabbel als ihre ärsche sexy finde. es geht im inhalt, baby!
und jetzt geht es um vier jungfrauen: die new yorker jungs von the virgins verzaubern nicht mit französischem indiepop sondern sexappeal, markanten gesichtern und schon jetzt gefestigter rockstar-attitude. zu diesem urteil kam nicht nur ich, nachdem sich 'rich girls' zuerst im oktober in mein ohr gebrannt hatte: auch die vogue hommes international befand wade und donald heiß, kantig und nonchalant genug, um sie von terry richardson für die erotic ausgabe des magazins fotografieren zu lassen. ihr derberes äußers zusammen genommen mit den anfängen der band in der new yorker rock szene hätte zunächst dazu führen müssen, dass ich das label boyband für the virgins nur mit einem augenzwinkern benutze, um der wertschätzung ihres stils und musik den hauch mädchenhafter begeisterung zu verleihen, der sonst nur bei liebesblinden fans zu finden ist. doch mit ihrem ersten album rücken the virgins ein gutes stück an das wesen einer klassischen boygroup heran: der schmutzige, schnoddrige sound der ersten ep ist zu sauberen, exakt arrangierten popstücken geglättet worden. textzeilen wie 'let’s have a cocaine brunch' und 'i like the way that her body bends in half' verlieren an nachdruck und arroganz; in diesem ton wird normalerweise von blonden jünglingen über gebrochene herzen oder ewige liebe in verregneten videos gesungen. da die produzenten von gossip girls die komplette erste ep der virgins für den soundtrack der serie auswählten, überrascht es fast, dass das album für den markt den härteren sound einbüßen musste, hatte das überwiegend weibliche publikum die virgins doch mit großer begeisterung aufgenommen. einer band aber, deren demostücke seit monaten in den ersten reihen meiner persönlichen charts rangieren, kann man auch bei einer überdosis pop nicht untreu werden – schon gar nicht im sommer. zudem haben stimme und bassline nicht an eindringlichkeit verloren, und die 80er färbung von 'teenlovers' und 'murder' gibt der laune den letzten notwendigen stupser, um neben roten lippenstift und aspirin den bikini zum festbestand der handtasche zu machen.
den virgins, die mit ihrem dritten konzert eine show von patti smith eröffnet und für ihre liveshows - egal ob in new york, paris oder london - überschwängliches lob geerntet haben, kann man ein für das teenage-girl geschliffenes album verzeihen. auch sie brauchen ein bisschen geld für die jeans an ihren hübschen hintern. auch sie finden den gedanken nicht schlecht, dass ein paar dreizehnjährige verzückt ihr debutalbum hören, und dazu in ihrem pinkgestrichenen jugendzimmer mit dem kopf wippen. ich tue das auch - obwohl ich den rougheren demoversionen den vorzug gebe, die mich hoffen lassen auf live-gigs in deutschland und weitere alben der new yorker jungfrauen. denn verzauberte fans sind wie überzeugte wähler und junge mütter: once they’re in love, they’ll excuse anything.
das album könnt ihr bei itunes kaufen, bei uns gibt es die zwei songs in der ep-version.
brandon mitchell ist altair nouveau. altair nouveau wiederum ist optisch eine mischung aus helge schneider und erlend oye. musikalisch wären die beiden sicherlich auch nicht die falschesten erziehungsberechtigten, das ergebnis fällt aber in diesem fall doch etwas klarer als bei der hypothetischen vermengung aus. so pendelt sich der sound des in der grungeheimat seattle residierenden altair nouveau irgendwo zwischen dem neurotischen pop der späten 70er und ny disco aller dekaden ein.
er selbst beschreibt sich dabei als highschoolheimbastler, der sich mit fortschreitendem alter kontinuierlich in sachen equipment und produktionsmitteln verbesserte. der weg führte ihn schlussendlich in einen plattenladen, in dem er momentan arbeitet und sich an den verborgenen schätzen labt, die er für kleines geld in die eigene plattensammlung überführen kann. neben vermeintlichen obskuritäten tummeln sich dort prins thomas, lindstrom, in flagranti und ein wenig dfa, garniert mit altmeistern wie moroder, john carpenter, goblin oder vangelis.
das alles fügt sich auf seiner ersten promo-ep, die im netz frei erhältich ist, zu einer nervösen melange aus laserlights und mirrorballs zusammen, der einzig und allein die vocals abgehen könnten. im konjunktiv. effektiv bleibt ein kleinod, das dem liebhaber brauner pullies alle möglichkeiten offen halten sollte, für die zukunft ein paar kollaboration in trockene tücher zu bringen.
everybody knows fischerspooner, everybody danced to emerge back in the days. and even if that wasn't the case, these lyrics somehow got burned into your brains, i bet. with the help of our firends at kitsune we had the chance to do an interview with casey spooner, one half of fischerspooner, who recently signed to the french hipster-label. a step in a new but old direction as warren fischer and casey spooner are somehow the personifications of what is known as commercial art-electro-pop-whatever, an ambivalent reputation one might think.
so if you wanna find out what a newyorkee thinks about hypes, majors, selling records and art, read on, he should know by now. without further notice here it is in all its pure beauty:
k: you define yourself as an art performance project and met in chicago at an art school. i haven’t been to one of your gigs yet but have been exposed to ‚emerge‘ like a thousand times while being in kind of an indie-phase. that actually never was too arty, more about beer and cheap sex. how would you describe your shows to someone that has no idea about what fischerspooner really is?
c: one of the things i love about this project is that it can be many different things to many different people. it is flexible. we have done almost ever type of show in any type of situation. sometimes it is the grandest of the grand or the rawest of the raw. i like both.
k: your second album odyssey was more prominent to me - very poppy, very new-yorkish in my opinion. in comparison to other bands acting in a comparable genre it was also very hi-fi. you worked with linda perry, mirwais or victor van vugt, all names in their area. what were you aiming at and what was it like to be in one boat with such „experts“?
c: we started very underground and made the first album in a very modest way. the first record was about making something as digital and synthetic as possible. when it came time to make the next album we wanted to go in a different direction and to explore all of our new found resources. to explore a fuller, richer sound and learn from other people. also, we saw this as the end of an era in the music business. we wanted to make a record that was a tribute to major label "bands".
k: what kind of new input and inspiration did you obtain from these collaborations? did the band fischerspooner develop to something else, because of that?
c: i learned a lot in making that record. it was intense and difficult. i considered quitting many times. but working with people like mirwais, susan sontag, linda perry, spike stent, jimmy harry, david byrne and so on was incredible! i gained a better understanding of how to put songs together, how to be a better singer, how to write better melodies and lyrics and much more. it is very strange and intimidating to work with people you admire. on the one hand it is a dream come true but terrifying when you are face to face with someone you respect.the whole situation was a real crash course for me in music production. for the first album I worked in one studio with one engineer (no assistant) and warren. but for the second record, i had to learn to be creative surrounded by strangers in different studios. sounds silly but it was a big deal. it was a creative process that had been very private that had become very public with a world of people watching. we choose to present ourselves more as a "band" for the release of the second album. we wanted to create a performance that reflected the themes and concept of the second record. an album that was about this lost and romantic notion of american rock music. signing to capitol records was as much about the iconic building and the logo for us as anything. it was very symbolic. we altered our project and show to reflect that.
k: you had a quite popular approach to the things that you were doing, an approach that earned you fame and big money. have you ever had problems with people‘s envy or criticism, claiming you were not art but sellout?
c: the hype became exhausting. it was strange to go from having nothing for years to having too much too fast. it was all very exciting but very fast paced and hard to manage. we were a performance art group that was just barely getting by. we had no manager and no infrastructure to handle the demands of the music world. i literally wore holes in the bottom of my shoes running around trying to organize, record, manage and rehearse the whole endeavor. we made some serious mistakes along the way but we did it our way. we have always been the brunt of much criticism. i actually think that is a good thing. what we do is unusual. i prefer a divided audience. one that equally despises and adores. you aren't doing anything interesting if everyone likes it.
k: now you are signed to kitsune, a more underground label compared to the majors you worked with. what were your motives? did you want to go back to the roots, maybe even work without monetary pressure again?
c: yes, exactly! no bullshit! just focus on the music and the art.
k: speaking of kitsune, a label that evolved out of the so-called „new rave hype“: how much do modern movements in music influence you? are there any bands, genres or artist you fancy, support or even envy a bit?
c: i am into willie nelson right now. i wish i could sing and write a melody like him. i was raised in the south so i have been rediscovering popular country music from the 80's. and i am reading mark twain. i envy people like wagner and damien hirst. artists who dream big and find ways to make it happen.
k: oliver koletzki was supposed to remix your new single. he‘s someone i know from stil vor talent, a small berlin electro label with quite a bit of an arty background. did you ever meet him or is remixing more part of some distant work relationship?
c: i never met him. but i love his remix.
k: speaking of berlin: there’s quite a lot going on right now fashion- and designwise, there is still so much free room, cheap rents, affordable galleries etc. as artists, have you ever been interested in the way berlin ‚works‘ or have you even thought about working here?
c: i almost moved to berlin in 2000 but i fell in love. two of my favorite performances we ever did were in berlin in 2000 at wmf and kunstwerke. berlin was the first place we performed outside of nyc. it was incredible and the audience was amazing, one of the best in the world. (aside from barcelona). i would love to come to berlin to live and work one day.
k: on the other hand, what would you say is special about new york? what is it like to live and work in that nervous big apple?
c: i couldn't do what I do in any other city. fischerspooner is nyc. we collaborate with so many amazing creative people especially when we design a show. right now we are working with lots of great dancers, musicians and artists. it is the thing that holds me to this town. it is a challenge to be an artist and survive in this city. but it is that struggle that helps clarify what you do and why you do it.
k: just recently one of you started playing the laertes in the wooster group's production of hamlet. what do we have to expect from fischerspooner in the future? more versatile work in different kinds of art or are you trying to re-focus on music again?
c: i took a break from fischerspooner to go work with the wooster group as an actor. it was always a goal of mine to work with this company. now they are helping us develop the next fischerspooner show! we like to take the form of many different things, we wanna be versatile, we enjoy making many different things that all somehow come together in the end. it is all a single expression refracted through a prism. we follow the ideas and let them take us to new places. otherwise life would be too predictable! we are finishing our 3rd album now and developing an unusual performance to accompany this release.
fin
fischerspooner released two eps on kitsune lately, one called the best revenge, one danse en france. both should be available in your favourite record store or the kitsune online shop. be sure to check out both releases as they contain some serious gems. other than that visit fischerspooner's homepage and their myspace for more info. or even google them, they're big enough. like in very big.
thanks to fischerspooner and max from kitsune for giving us the opportunity to do this, you're great! like in awesome.
der kitsune thieves like us remix contest ist vorbei. und unter 300 teilnehmern wurden vier finalisten ausgewählt, von denen es der rochelle remix schliesslich schaffte. für kitsune. für knicken ist von den vier endteilnehmern - unter anderem noch alfador und sidney confirm - klar der j.a.b.-remix der schickeste, und dementsprechend auch der, den wir hier posten werden. als kleinen bonus gibt es noch den apes aping apes remix, sozusagen ein kleines bisschen lokalpatriotismus berliner machart. viel spaß damit, und tut keine drogen in eure schönen körper, denn wie schön dylan in 90210 zu hören bekam: drogen sind böse.
download wie immer per click auf den jeweiligen titelnamen. ps: die anderen gewinner werden sicher in den nächsten tagen ihren weg auf die plattformen dieser welt finden.
nachtrag: kitsune gibt das gesamte paket für lau frei, insofern auch hier die übrigen tracks zum download: rochelle(ysi), alfador(ysi) und der sidney confirm remix(ysi). allesamt ziemlich geil abgeliefert.
sluttt existiert "entgegen" aller gerüchte in weiblicher form und ist angeblich ein mädchen namens molly, das man in späten stunden in brooklyn zu sehen bekommt. den männlichen widerpart gibt red foxx, der ihr bei der produktion unter die arme greift.
neben dem exzellenten remix für miss odd kidd hat slutt neben anderen re-arbeiten unter anderem die teenagers unter die fittiche genommen. und das bevor bevor, also ganz am anfang. demnächst wird es allerdings auch eigenes material im stile von 'i love myself more than you ever could love me' geben. eine ep soll erscheinen zu dessen artwork madame auch ihre myspace-freunde herzlich eingeladen hat. who's got balls?
anyway, hier der neue track für nid & sancy, mehr altes zeug findet ihr hier. auch brav ihr myspace auschecken und der erfinderin der rainbow icons huldigen.
die fistpumper von romanoff kommen aus brooklyn, nyc. ausgehend von dieser mehr als feinen homebase bespielten sie bereits europa und planen für die nährere zukunft weitere exkursionen ins ferne ausland, um dort ein bisschen shakey-shakey zu verbreiten.
die beiden cousins starteten romanoff vor etwas mehr als einem halben jahr, um ihre energien nicht mehr nur für design und kunst, sondern auch für die musik zu nutzen. inspiration finden sie dabei bei den nachbarn von loose shus, toxic avenger, french lovers oder college. für den rest sind dann ableton und logic zuständig, gepfeffert mit ein paar selbst eingespielten instrumentals. who's got balls?
für die nähere zukunft, sprich weihnachten, haben romanoff noch ein bisschen was in der pipe. bei gefallen sollte man also in der nächsten zeit deren myspace oder die üblichen medianodes checken. neben den oben verlinkten tracks findet ihr hier und hier weiteres material. show some love!
der in brooklyn geborene kosta gitane, der seinen weg schon einmal auf knicken fand, macht soften rave. oder so. mit seiner neuen internet only ep music makes you feel good schlägt er zumindest "genau" diesen weg ein. in seiner jugend allerdings war er eher für metal und punk zu begeistern.
danach ging es dann allerdings los mit 12 inches für blackjack, cube recordings, r-senal und einer colab mit princess superstar für "the happy". die richtung änderte sich. er spielte gitarre und bass für roger sanchez, remixte new order mit junior sanchez und droppte mit diesem unter dem namen telektronik eine single. als mitglied der riot society, die neben oben genanntem junior auch noch laidback luke beherbergte, releaste er "understand me" auf city rockers. in 2006 wurde dann das eigene label sente gegründet, das den indie-dance-act atomics propagierte, natürlich auch ein kind kostas. und so nannte er sich dann auch ab 2007, als ehrerbietung an seinen verstorbenen vater. gleichzeitig fing er an, mit beautycase und hyptone zu arbeiten, was in den singles sweet life und spaceship earth mündete. you might remember.
der vor kurzem für unser teenagers-interview auf eigenen wunsch mit einem remix gefeaturte narctrax lebt derzeit in tokyo. ursprünglich aus nyc, beschloss der halb japanisch, zu einem viertel chinesisch und einem spanische dj, der in letzter zeit unter anderem paris bespielte, sein eigenes ding zu machen.
neben genannten vorbildern wie alden tyrell, jean michel jarre, elo, moroder, blancmange, sun-la-shan, kano, mathematiques modernes und weiteren hegt eddie im allgemeinen eine vorliebe für achtzigerjahreitalodisco, new wave und disco zeugs a la black devil disco club. für sein eigenes schaffen jedoch dient dies alles nach eigener aussage jedoch maximal als baustein für etwas neues, als quell der inspiration. well.
unterstützung bekommt er dabei von zsa, einem gitarristen, der in in zukunft auch bei liveshows unterstützen soll. dahin soll auch grob die reise gehen, da neben remixarbeiten vor allem das konzept als band im vordergrund stehen wird. modernes ticketing. sozusagen.
mehr infos findet ihr auf den beiden myspaces, das eine für originale, das andere für remixe. augen auf, auch für damn arms steht demnächst ein rework an. den teenagers remix findet ihr hier.
zu einer standesgemäßen geburtstagsfeier gehören nicht nur eine festrede von verteidigungsminister franz-josef, ein engtanzfloor und rocko schamoni, der auf der zugehörigen after hour schlaflieder vorliest, sondern auch ein auftritt einer zünftigen indieband - das zumindest ergaben die vodkagetränkten überlegungen zu jans ehrentag. da unsere kronjuwelen aus london, the teenagers, anfang januar vermutlich eine audienz im oval office haben, bieten die amerikaner im gegenzug ihr eigenes indie-schmuckstück, das derzeit unsere erste wahl wäre: the virgins.
semantisch bedient sich der bandname augenscheinlich aus den themenfeldern, aus denen auch the teenagers so fleissig schöpfen: girls, girls und schweinereien. diesem prinzip folgen in ähnlicher weise die lyrics, und wie bei quentin, dorian und michael begann der erfolg der band aus brooklyn via hipster word of mouth, blogs und einen breitvernetzen freundeskreis. obgleich der hype, der das quartett in ihrer heimat bereits erfasst hat, noch nicht bis nach europa hinübergeschwappt ist, erfuhr die karriere der virgins in der herkunftsstadt der teenagers ihren größten schub. the virgins eröffneten mit ihrem dritten konzert für patti smith vor 3000 zuschauern während der paris fashion week. von dieser erfahrung und publikumsgröße fast ein wenig überfordert wenden die newyorker für ihre live-gigs bislang ein bescheidenes prinzip an: "we try to get in, play a few songs, say hello, and then get the hell out. our feeling is: who wants to see a new band playing music they've never heard before for an hour and twenty minutes?" – oh, you bet i would! da die band bislang in europa ihr größtes konzert gab, sollten nick, wade, donald und erik folglich gegen einen ausflug ins winterliche berlin nichts einzuwenden haben.
der tag ihres durchbruches und das entfachen eines strokes-ähnlichen fanatismus steht sehr viel näher vor der tür als der moment, in dem petey und amy der finalen dosis ins auge sehen werden; die letzten sichtungen der ungewaschenen sorgenkinder lässt dies zwar relativ absehbar erscheinen - die virgins werden schneller sein.
there is a structure, there are rules to rock & roll and we respect them - dem songwriting verpflichtet, ehrfürchtig gegenüber old fashion rock, eingängige bass lines, ein sexy sänger mit einer gleichermaßen knieerweichenden stimme – die virgins haben nichts geplant und doch alles richtig gemacht. "i love the virgins" sieht auf einem t-shirt oder der baren haut wohl ebenso bizarr aus wie "i love the teenagers"; aber liebe, wem liebe gebührt.
allein alice schwarzer würde songzeilen wie "well is there something that you like about her? - yes, i like the way that her body bends in half" zum anlass nehmen, erbost auf das von ihr erfundene frauenrecht, keinen spaß an sex zu haben, zu verweisen. all diejenigen, die schwarzers sichtweise nicht teilen, dürfen sich an den zynischen texten erfreuen und ein bißchen über das star-fuck-syndrom sinnieren. die virgins sollten sich derweil in ihrer rolle zukünftiger rockstars damit anfreunden, sich das christian wulff zugeschriebene zitat auf die eigene stirn zu tätowieren: i could do you all.
weitere hörproben gibt es auf der website der virgins und ihrer myspace-seite, auf der zudem ein vbs.tv-beitrag einblicke in den proberaum der boys gewährt.
irgendwo in den hippen bezirken nycs treibt sich kap10kurt, seines zeiches schweizer und ehemaliger sound engineer solcher größen wie moby, depeche mode und cindy lauper, herum. wenn es für den wahlami allerdings an die arbeit geht, schafft er es, diese erfahrung, die betuchte mistress leah shapiro und sein jeweiliges publikum zu einer sowohl optisch als auch musikalisch anspruchsvollen einheit zu verschmelzen. dafür steht zumindest seit kurzem sein durchaus veritabler name. und für offensive brustbehaarung.
kap10kurt releast am 5. november seine 12-inch dangerseekers, die neben bearbeitungen von tepr und shinichi osawa auch ein rework des sagenumwogenen rolf honey enthalten wird. wer oder was rolf honey ist, kann dabei niemand so genau sagen. jedoch sowohl seine arbeiten an kap10kurts slicken discoinferno dangerseekers als auch yelles tristesse/joie zeugen von formidabler handwerkskunst.
kap10kurt selbst vergreift sich derweil mit steigender frequenz an dave gahan. ein preview zu seinem kingdom-remix findet ihr hier, die rekonstruktion zu use you hier bei uns.
ckeckt spätestens am 5. kurts myspace für informationen hinlänglich des erwerbs der restlichen remixe. der shit ist dope, so viel sei an dieser stelle völlig nüchtern bemerkt. vergesst auch rolf nicht, new raves neuen bruce wayne.
für sein ganz persönliches halloween hat cousin cole den flufftronix remix des misfits klassikers halloween noch einmal überarbeitet. das teil ist zwar schon ein jahr alt, aber da der cousin sowohl in stimmung zu sein scheint (anyone for happy ending in nyc oct 31st?) als auch stammgast des wochenrückblicks ist, kann man getrost über diesen fakt hinwegsehen. die musik ist natürlich eh sehr stark.
wem glenn danzig vs. new kids gefallen hat, findet hier mehr vom cousin. myspace love könnt ihr hier oder bei seinem projekt flagrant fowl versprühen. trick or treat.
endlich ist er da, der moment, auf den wir bei knicken alle lange gewartet haben: knicken podcast episode 9 features unsere geliebten mädels calypso caro und merengue mimi, besser bekannt als cache cache cache. und genau die haben jedem von uns schon einmal durch die nacht geholfen, erst im rio, jetzt im picknick, aber immer mit sehr stark derben beats, styles und noch besseren attitüden. wer brauch schon fuffies im club wenn er real cache haben kann? genau.
wie auch immer, die ladies gastieren derweil in ny, far far away, was sie nicht davon abhielt, uns mit diesem nugget zu versorgen, welcher zwar nur schwerlich die sehnsucht tilgen kann, jedoch das warten auf mehr wildstylenightlife und schnacks über beetroottshirts erträglicher macht.
die nächtliche bushaltestelle, die die nächsten drei monate zwecks warten unser zuhause sein wird, zitternd und bibbernd (tags und bombs kritzelnd), ist mit folgendem soundtrack untermalt. NYCache Mix 1
Booka Shade - Night Falls Scissor Sisters - Comfortably Numb Digitalism - Zdarlight (Axwell Bootleg by R O'Bass) Spektrum - Kinda New (Dirty South Remix) Tok Tok vs Soffy O - Missy Queen's Gonna Die The Faint - Paranoiattack The Presets - Down Down Down (Digitalism Remix) The Sounds - Tony The Beat (Rex The Dog Radio Mix) CSS - Let's Make Love And Listen To Death From Above (Simian Mobile Disco Remix) Simian Mobile Disco - It's The Beat C&C Music Factory - Pump Up The Jam Junior Boys - In The Morning (Hot Chip Remix)
der mix geht mit speziellem gruß an mr. andreas fischer raus. möge er der sehnsüchtigste von allen sein, denn ihm gilt ein großer teil der zuneigung, nach der sich berlins tanzflure momentan verzehren. im gegensatz dazu sollten unsere new yorker freunde die augen weit offen halten. there's some fresh shit in town, show some love love love.
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