Showing posts with label Hip Hop. Show all posts
Showing posts with label Hip Hop. Show all posts

6/01/2010

querida habana


die liebliche jahreszeit, die scheinbar in diesem jahr gar nicht erst angetreten ist, bringt in dieser woche ein mann aus der heimat der regnerischen witterung in die hauptstadt. gilles peterson, bekannt durch seine bbc-musikshow „worldwide“, kommt als botschafter des digitalen kunstprojektes havana cultura nach berlin, um die musikalische seite der künstler-plattform vorzustellen.

havana cultura präsentiert dauerhaft über 50 kubanische kunstschaffende des inselstaates auf einer website. schriftsteller, videokünstler, musiker, maler, kreative aus dem bereich tanz und theater sowie architekten werden in videoportraits und texten gewürdigt. havana cultura ist ein kultursponsoring-engagement von havana club, das seit 2007 existiert.

der dj gilles peterson kam über eine zusammenarbeit miti dem kubanischen pianisten robert fonsenca zu dem projekt. gemeinsam entstand im vergangenen jahr eine momentaufnahme der jüngeren, kubanischen musikszene, die gilles peterson mit viel hiphop, aber auch salsa, reggea und pop auf einem doppelalbum zusammenführt. jetzt ist das remix-album dazu erschienen. bei soundcloud könnt ihr den podcast zu ‚havana cultura remixed’ hören. auf havana-cultura stehen ebenfalls einige tracks und remixe der alben zum download.

irgendwo zwischen dem kaffeehaus zimt und zucker, der ständigen vertretung und dem berliner ensemble gewährt gilles peterson am morgigen mittwoch echtzeit-einblicke in das remix-album. an seiner seite der hip-hop-sänger kumar. es klingt fast so, als sollte ich dort nach dem hochamt bei peaches ein limettengetränk über meinen kopf, und nicht wie beim maskenball über den des schwerenöters gießen.




12/17/2009

raekwon - pyrex vision


raekwon - pyrex vision

ein ganz normaler tag in einer ganz normalen backstube. ist klar.


3/21/2009

hiphop don't stop



hier einmal zwei songs, die eigentlich nicht viel mit dem resprogramm des blogs zu tun haben. allerdings soll man ja nie vergessen, wo man herkommt: barmbek represent. und so.
also ersteinmal snoop doggs neustes ding 'snoop dogg millionare', das für mich per se einfach nicht an die guten alten zeiten von sensual seduction anschließen kann. aber hey, snoop ist könig. weiss man ja. gerappt wird übrigens auf den 'eastern jam' von chase and status. angeblich handelt es sich um dubstep.


snoop dogg - snoop dogg millionaire (dl) (alt)



als zweites eine erste kostprobe des neuen mf doom albums 'born like this'. der wahre maskenmann war schon immer liebling bekiffter mitbewohner und lovers of the hop. und jetzt kehrt der alpha male zurück, obamareferenzen zu vermeiden ist natürlich auch nicht drin. however, it's a lovely jam.


doom - that's that (dl) (alt)



mehr infos bei snoop und doom. vielen dank für die mp3s an discodust und kanye west.


3/17/2009

chima anya auf samiyam beats



gutes altes mixtaping. die eine hälfte von gta, chima anya, rappt auf beats von samiyam. lame? geht so. das teil ist seit langem der erste hiphop worth blogging about, zumindest was zugeschicktes, selbstgebasteltes angeht. massive gefühle kommen hier auf. echt jetzt. und ein bisschen klingt das ganze nach prefuse mit 'echten' lyrics. schöne scheisse, kann man mal machen: oxford 2.0.


chima anya - c (dl) (alt)



mehr infos auf den myspaces von chima anya und samiyam. das original heisst trick platform. so nebenbei.


3/09/2009

deichkind bzw. krauterotica



deichkinds neues video luftbahn sorgt bei unseren englischsprachigen mitmenschen für interessiertes unverständnis. alex and liane haben eben wieder ordentlich abgefeiert, so dass man folgendes hören durfte: "i'm too terrified to click any of these links." well, are you? link, link, link. ich wünsche sexuelles vergnügen mit krauterotica. mehr aus dem genre ist auch von diesem kleinod zu erwarten, falls es denn mit deichkind über den sommer hinaus weitergeht.

mehr infos auf der deichkind homepage, auf der noch immer um bandmitglied sebi hackert getrauert wird. möge er in frieden ruhen.


2/26/2009

interviewing mr. oizo: affenmusik



Quentin Dupieux ist die Art Künstler, an dem sich die Geister scheiden. Für die einen ist er der Genius, der Ed Banger, dem Label, das seit ca. einem Jahr selbst in den iTunes-Bibliotheken hiesiger Indiemädchen überproportional häufig vertreten ist, fehlte. Wieder andere halten ihn für ein begnadeten Generalisten, der sich an Film und Kunst versucht, dessen Werke fernab der Musik aber bis dato bestenfalls als Achtungserfolge wahrgenommen wurden. Das Gros der Ottonormalverbraucher wird jedoch bei seinem Alias Mr. Oizo vor allem an eine Puppe denken.

Noch knapp 10 Jahre nach seinem durchschlagenden Erfolg mit „Flat Eric“, dem neurotisch zuckenden, gelben Etwas, das uns Faltenhosen schmackhaft machen wollte, kämpft Dupieux seinen Kampf gegen Windmühlen. Dass sich seine neue Platte „Lambs Anger“ jetzt mit einer Referenz an den „Andalusischen Hund“, einen in 1928 erschienen Stummfilm von Luis Buñuel und Salvador Dali, der vor allem Surrealisten und Freudianer auf den Plan rief, schmückt, ist kaum verwunderlich. Dupieuxs Umgang mit der eigenen Person, Umfeld und Geschichte wirkt eigenwillig, bisweilen exzentrisch. In jedem Falle aber gewinnt man den Eindruck, es mit einem Menschen zu tun zu haben, der ein gespaltenes Verhältnis zu sich, seinen Erfolgen und Niederlagen, sowie den Mechanismen des Marktes hat, dem er versucht, seine Kunst näher zu bringen.

Beim Interview selbst wirkt der Franzose angespannt, manchmal flapsig, jedoch immer wach und darauf bedacht, klarzustellen, dass er es sein will, der seine Geschichte schreibt. Ein Unterfangen das mitunter schwierig sein könnte, bedenkt man, dass gleich seine erste Single einen stattlichen Stempel im Gedächtnis der Mediengesellschaft hinterlassen hat.




Dein neues Album ist gerade erschienen. Das Artwork, eine Referenz an Buñuels bzw. Dalis „Andalusischen Hund“, fällt dabei wortwörtlich ins Auge. Es entsteht der Eindruck, du würdest dich auf tragische Weise von deinem Alter Ego „Flat Eric“ verabschieden.

O: Nein, dabei handelt es sich in erster Linie um eine Ehrerbietung an Buñuel und Dali und deren großartigen Kurzfilm. Ich finde es aber unterhaltsam, dass sich alle darüber den Kopf zerbrechen. Es ist witzig zu sehen, dass sich Jugendliche im Internet darüber unterhalten und herausfinden, dass es sich dabei um den „Andalusischen Hund“ handelt. Ein Stück weit möchte ich damit auch das Interesse an Kunst fernab des Mainstreams wecken, so kann man den Jüngeren ein bisschen was mit auf den Weg geben. Etwas zum Nachdenken, Kultur.

„Flat Eric“ lebt also weiter. Damals allerdings hast du im Affekt ein Album veröffentlicht mit dem die meisten Hörer nicht viel anfangen konnten.

O: Ja, es war definitiv eine Antwort auf den Erfolg, weil ich der Überzeugung war, dass dieser für das, was es war, ein paar Nummer zu groß ausgefallen ist. Es war schließlich ein einfacher Beat, den ich für einen Werbeclip mehr oder weniger hingerotzt habe.

Also wolltest du die Leute überrumpeln?

O: Ja, es war eine art Teenagerebellion. Ich wollte allen sagen „Fuck off! Ich bin mehr als das, ich kann auch etwas Härteres, Kreativeres machen“. Es war sozusagen eine Trotzreaktion auf den Erfolg.




Mr. Oizo - Gay Dentists (DL) (YSI)



Danach hast du eine ganze Weile nichts mehr veröffentlicht. Vieles von dem, was du in der Zwischenzeit angefangen, aber nie beendet hast, hast du als „Scheiße“ bezeichnet. Das klingt ein wenig nach Quarterlife-Crisis.

O: Nein, ich bin immer glücklich mit „Flat Eric“ und dem Drumherum gewesen, aber offensichtlich kam das alles viel zu früh. Ich war gerade erst dabei anzufangen, Musik zu machen, hatte keine Erfahrung. Der Erfolg war mir dann einfach zu groß und schien nicht angemessen für ein eher lapidares Stück Musik. Das hat mich retrospektiv definitiv blockiert und mich daran gehindert, etwas Neues zu machen.

Eigentlich verstehst du dich ja auch mehr als Filmer denn Musiker, richtig?

O: Ich habe angefangen Filme zu machen, als ich vielleicht 12 war. Hauptsächlich Kurzfilme. Als kleines Kind war ich besessen vom „Texas Kettensägen Massaker“, also hab ich versucht, solche Sachen im Garten meiner Eltern nachzustellen, irgendwo in einem Pariser Vorort. Mit 20 wollte ich dann mehr in die Comedy-Ecke. Das ist aber alles immer ein bisschen dunkler gewesen, als man es vielleicht bei Comedy erwarten würde, schwierig zu beschreiben. Mit Musik hab ich eigentlich nur angefangen, um sie über meine Kurzfilme zu legen. Da war ich vielleicht 18. Tanzmusik wurde das erst, als ich Laurent Garnier kennen gelernt habe, der mich dazu animierte ein bisschen Blödelmusik zu machen. In erster Linie verstehe ich mich aber weiterhin als Filmemacher, richtig. Die Musik ist nur spaßiges Beiwerk.

Du arbeitest jetzt nur noch digital, wann und warum hast du damit angefangen?

O: Vor 5 Jahren. Anfangs habe ich allerdings noch versucht, das alte Zeug an meinen Rechner anzuschließen. Ich habe eine ganze Batterie an Equipment, die sich über die Jahre angestaut hat. Es war eine wahre Obsession, immer neues auszuprobieren und zu kaufen. Dementsprechend ist z.B. „Moustache“ in einer Halbwelt aus Computern und analogem Equipment entstanden. Inzwischen bin ich aber komplett auf Computer umgestiegen, weil ich denke, dass man damit besser arbeiten kann.




Das lässt sich auch gut raushören, „Analog Worms Attack“ klang noch wesentlich organischer als deine letzten beiden Werke.

O: Ja, „Analog Worms Attack“ wurde z.B. noch auf Tape aufgenommen. Aber ich denke, es ist inzwischen kein Problem, mit der heutigen Technik diesen Effekt zu reproduzieren. Zumindest wenn man sich schlau genug anstellt.

Auf „Moustache“ lässt sich auch erkennen, dass du moderner Tanzmusik etwas mehr Respekt zollst, wenn man es mit dem noch sehr experimentellen, konzeptuellen „Analog Worms Attack“ vergleicht.

O: Ich kann nur sagen, dass ich mit dem zweiten Album so lange warten musste, bis ein wirklich neuer Antrieb da war. Zwei mal das gleiche Album aufzunehmen wäre langweilig gewesen. Deswegen sind die drei Alben auch so unterschiedlich, denke ich. Jedes Mal steckte eine völlig andere Energie hinter dem Ganzen.

Woher kam damals dieser Antrieb, woher die Muße?

O: Vor allem aus den Möglichkeiten, die mir mein Computer bot. Ich war besessen davon, auszuloten, was mir diese digitale Welt zu bieten hatte, all die verrückten Dinge, die man aus den Plugins quetschen konnte. Es klingt für mich selbst etwas komisch, wenn ich das sage, aber im Endeffekt war es wirklich mein Computer, der mich inspirierte, diese Platte aufzunehmen, mit der ich im übrigen heute noch sehr zufrieden bin.




Mr. Oizo - Gay Dentists (JFK Edit) (DL) (YSI)



Die neue Platte klingt sehr modern und glatter, verströmt den heutigen Zeitgeist französischer Elektronik, auch wenn sie immer noch sehr dicht gestrickt und voller Ideen ist.

O: Die Idee ist immer noch das Wichtigste, wenn es darum geht, etwas Kreatives zu tun. Welches Werkzeug du dann genau benutzt, welchen Computer, welchen Synthesizer, welche Software oder ganz allgemein, welchen Weg du wählst, sie zu verwirklichen, ist eigentlich egal. Bei „Lambs Anger“ war z.B. die Idee Affenmusik zu machen.

Affenmusik?

O: Ja, die Platte wurde aufgenommen, ohne viel nachzudenken. Alles sollte sehr schnell gehen. Jeder Track wurde vielleicht in 2 bis 3 stunden, maximal aber einem Tag aufgenommen. Auf keinen Fall mehr.

2 Stunden sind vergleichsweise wenig. Man erzählt sich auch, dass du dir für Remixe nicht viel mehr Zeit nimmst.

O: Nun, ich denke wirklich, dass ich ein spezieller Künstler bin. Meine Person, mein Name ist wesentlich wichtiger als die Musik, wenn es um einen Remix geht. Vielleicht liege ich damit falsch, aber so nehme ich mich selbst wahr. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich schon eine Weile darüber nachdenke, bevor ich etwas in 2 stunden aufnehme. Dass es dann am Ende 2 Stunden sind, ist unwichtig. Es ist viel wichtiger, immer wach und aufmerksam zu sein.




Du bist jetzt auf Ed Banger, zusammen mit Justice, SebastiAn oder Uffie, deren neues Album du auch produzierst. Inwiefern hat dich bei dieser Art und Weise zu arbeiten auch dein neues Umfeld beeinflusst?

O: Eigentlich gar nicht. Ich meine klar, wenn ich auflege, spiele ich natürlich auch ihre Platten, aber für daheim ist das nichts. Manchmal gibt mir SebastiAn einen neuen Track und ich höre ihn das erste Mal, wenn ich ihn im Klub spiele. Wenn ich mir das Zeug auch noch zuhause anhören würde, wäre ich depressiv.

Warum?

O: Weil es zu laut und zu dumm ist. Ich kann verstehen, dass es sehr jungen Leuten gut gefällt, weil sie damit ihre Eltern vergraulen können, aber Musik für meine Anlage ist es auf keinen Fall.

Ist dir das nicht kreativ genug?

O: Doch, doch, es ist schon kreativ, aber es wiederholt sich ständig. Wenn du die ersten 20 Sekunden gehört hast, weißt du, wie es die nächsten paar Minuten weiter geht.




Deine Stücke sind immer relativ kurz und dicht gehalten. Um die zu spielen müsste man sich eigentlich Edits basteln.

O: Ja, genau, darum ging es mir. Ich wollte Tracks voller Kleinigkeiten machen. Die Leute picken sich eh die Teile raus, die sie mögen und basteln sich daraus etwas Eigenes. Das ist seit „Moustache“ Konzept.

Hast du selbst mal darüber nachgedacht, mit Ableton Live oder ähnlichen Tools aufzulegen, um dem ganzen einen kreativeren Touch zu geben, einen, der deine Einstellung etwas besser widerspiegelt?

O: Nein, ich bin CD-DJ. Es kümmert mich nicht wirklich, was die Leute denken, weil die meisten eh nur kommen, um mich zu sehen. Ich muss diesen Teil meiner Arbeit nicht ernster nehmen als irgend notwendig.

Also geht es primär darum, Geld zu verdienen?

O: In gewisser Weise schon. Auf der anderen Seite trifft man natürlich auch Leute und kann seine Musik promoten. Vor 10 Jahren hätte ich auch nicht aufgelegt, weil jeder nur auf Technik schielte. Die hatte ich nicht. Damals hätte man mich wegen jedem Übergang verurteilt, heute interessiert das niemanden mehr. Im Grunde genommen spiel ich aber auch einfach genau dasselbe wie all die anderen auf Ed Banger.

Ed Banger ist heutzutage ein gewichtiger Bestandteil moderner, lauter Klubkultur, während dein voriges Label FCom immer etwas klassischer, stilbedachter wirkte. Wie nimmst du dich im Kontext dieser beiden Labels wahr?

O: Auf FCom war ich einer von vielen Musikern, habe aber eine besondere Stellung eingenommen. Ich war das schwarze Schaf, das anders war als der Rest des Labelrepertoires. Laurent Garnier hat mich damals unter Vertrag genommen, ohne genau zu wissen, was ich überhaupt mache. Beim zweiten Album konnte er sich auch nicht mehr wirklich begeistern. Es fehlte der Enthusiasmus, den ich als Künstler gebraucht hätte. Ich denke, das ist auch, warum es nicht mehr wirklich funktioniert hat. Bei Pedro Winter (Chef von Ed Banger) ist das anders, auch wenn wir sehr verschiedene Vorstellungen von Musik haben, hat er eine sehr einfache Art Enthusiasmus auszudrücken, die mir zusagt. Dort fühle ich mich diesbezüglich besser aufgehoben. So oder so, ein Label ist wichtig für die Distribution meiner Musik, und das funktioniert bei Ed Banger ganz gut.




Mr. Oizo - Flat Beat (WhoMadeWho Rework) (DL) (YSI)



Was du über das Label zu sagen hast, klingt sehr moderat und abgeklärt. Gibt es auch Kollegen, denen du dich nahe fühlst?

O: Es gibt schon Leute, die ich mag. SebastiAn z.B., der mir auch beim Soundtrack für „Steak“ geholfen hat, ist jemand, den ich schätze. Aber das hat jetzt nichts mit seiner Musik zu tun. Die ist natürlich auch gut, aber eben nicht immer nach meinem Gusto. Er ist auch noch sehr jung, hat auch definitiv großes Talent. Musik machen ist für mich aber auch eine Sache des Geistes, worüber man nachdenkt, wofür man sich interessiert, im weitesten Sinne eine besondere Kreativität. Heutzutage ist es sehr einfach gute, beeindruckende Musik zu machen, wenn man Piano spielen kann. Nimmt man z.B. Aphex Twin, dann hat man immer das Gefühl, das hinter seiner Musik etwas Geniales steckt, etwas Mysteriöses. Ed Banger Stuff dagegen ist sehr auf Spaß und Unterhaltung bedacht. Alles muss laut und aufregend sein, was ohne Zweifel seine Daseinsberechtigung hat, mir fehlt allerdings manchmal der Geist dahinter.

Das klingt ein bisschen so, als könnte das Auflegen dann für dich manchmal sehr schwierig sein.

O: Es kommt vor, dass es total deprimierend ist, aber, wie gesagt, es ist Teil meines Jobs, leicht verdientes Geld und gute Werbung. Schließlich hab ich eine Platte zu vermarkten.

Du bist zweifelsohne auch Teil einer regen französischen Szene, die von Daft Punk, Alan Braxe, Fred Falke in den 90ern bis zu neueren Acts, die jetzt auf Kitsuné, Institubes oder eben bei Ed Banger veröffentlichen, reicht. Was denkst du, wie sich das noch weiter entwickeln wird?

O: Dafür interessiere ich mich eigentlich nicht wirklich. Es gibt genug Menschen, die mich bis heute für einen Engländer halten, insofern hab ich auch nie wirklich etwas mit dieser French Connection anfangen können. Vielleicht handelt es sich dabei einfach eine Modeerscheinung, die in 6 Monaten schon wieder vorbei ist. Das wäre dann aber zumindest für mich auch nicht wirklich relevant.




Nun lässt sich aber nicht daran rütteln, dass zumindest der Spirit, sei es in Reinform oder als Inspiration für Genres wie New Rave, Einzug in die Clubs gehalten hat.

O: Ja, das stimmt natürlich. Vielleicht passen Franzosen mit ihrer Art einfach ganz gut in die neue, musikalische Spaßgesellschaft. Vor vielleicht 5 Jahren war Clubmusik noch sehr langweilig, heute hingegen kommt es ein bisschen weniger auf das Können der DJs und mehr auf die gute Auswahl an. Das kommt poppiger, spaßiger Musik sehr entgegen.

Du vertrittst durchaus Thesen, mit denen man anecken könnte. Welchen Einfluss haben die alten und neuen Medien, z.B. Blogs und eZines, auf dich? Ist dir dein Bild in der Öffentlichkeit wichtig?

O: Nein, ich hab in erster Linie Interesse an meinem eigenen Blickwinkel. Ob jemandem meine Musik, meine Filme oder mein Leben gefällt, ist mir egal. Das hat absolut keinen Einfluss auf mich und meine Arbeit. Womit ich nicht sagen will, dass ich mir nicht anschaue, was über mich geschrieben wird. Manches ist gut, manches ist schlecht, aber am langen Ende ist es mir eben doch egal.

Apropos, dein letzter Film „Steak“ wird jetzt – fernab dessen, womit man gerechnet hätte – in Russland veröffentlicht. Wie kam es dazu?

O: Mein Produzent hat sich nie groß für den Film interessiert, er ist ja auch gefloppt. Warum er jetzt ausgerechnet in Russland erscheint, weiß ich nicht. Auf der anderen Seite ist es auch nicht mehr wichtig, weil „Steak“ für mich vorbei ist. Ich wende mich jetzt anderen Dingen zu.

Die da wären?

O: Ich werde einen Film („Realité“) machen, neue Musik einspielen. Alles so wie immer, bei mir wird sich nicht viel ändern.


Fin.


Das Interview wurde ursprünglich für die De-Bug geführt und ist in Ausgabe 128 oder online hier nachzulesen. Weiterführendes zu Mr. Oizo findet ihr hier. Die Fotos sind Flickrfundstücke, merzi dafür. Diesmal ohne Kleinschreibung, da mir der Aufwand nicht gerechtfertigt erschien. Man möge es mir verzeihen.


10/17/2008

jamie-james medina










10/15/2008

knicken telegym mit beyoncé



falls ihr euch je gefragt habt, wie knicken am spreewaldplatz in den tag startet - hier ist die inspiration: beyonce - single ladies (put a ring on it). aber: herr schmitz hat das heißere outfit.

ein danke an horst für den tipp.


8/05/2008

girls girls girls - all over berlin



da ich es nicht mehr schaffe eine vorankündigung zu schreiben, informiert euch bitte bei der mädchenmann- schaft über femmes 'r' us - feminism in pop, art, music and film today, und das hip hop-festival we b*girlz. beides sollte nicht nur für frauen spannend werden. zur panel-diskussion hip hop girlz meet alice schwarzer, die am samstag abend in kreuzberg statt findet, bin ich dann frisch aus kopenhagen - verwöhnt und gepeinigt mit dem anblick von dänischen fashion impulsen und knochigen models - vermutlich selbst zu gegen.
wer beim namen alice schwarzer einen feministischen overkill befürchtet, sollte sich die website von we b*girlz unbedingt genauer ansehen. unter anderem ist ein hip hop film-festival bestandteil der veranstaltung, die den gesamten august über läuft. dort laufen auch klassiker wie wholetrain. außerdem gibt es jede menge workshops, konzerte und ein dance off.

die ausführlichen programme findet ihr bei femmes 'r' us und we b*girlz.

hip hop, hip hop, hip hop - that's what she wants.


7/21/2008

santogold and m.i.a. say get it up!



start your monday morning listening to two lovely ladies: santogold and m.i.a..
eine zusammenarbeit die unausweichlich schien - nun flankiert von den jungs von radioclit.


santogold, mia and gorilla zoe - get it up! (radioclit remix)



für's erste nur zum anhören, was der verzückung allerdings keinen abbruch tun sollte. einen schönen montag!


7/20/2008

kaputt in hollywood



die süddeutsche zeitung widmet dieses wochenende einen artikel dem highway in die spießigkeit, in dem verena krebs von der ankunft und integration von techno-drogen in der mitte der gesellschaft erzählt und einige thesen dazu aufstellt. währenddessen kümmern sich die kreuzberger jungs von robosonic um dance entertainment für junkies, jogger und belesene anhänger elektronischer klänge. man höre und staune: das neuste baby von sascha robotti und cord henning labuhn ist ein tribut an charles bukowski. aus den staaten sind sie mit einer hand voll remixe zu ihrem track 'kaputt in hollywood' zurückgekehrt, der bereits auf ihrem debut album 'sturm und drang' erschienen ist. auch hier war literatur bereits ein prominentes thema, der gelbe reclam-einband der platte dabei nur ein optischer wink. aber keine sorge, auch ohne weiter in die lyrischen tiefen der robosonic tracks einsteigen zu wollen, sollten sie die freunde elektronischer tanzmusik garantiert beglücken. "sympathisch, ziemlich neurose- und genrefrei und trotzdem sehr modern dabei", lobt die de-bug.
die berliner haben sogar politische fans. so zeigt sich grünen-politikerin julia seeliger auf ihrem blog zeitrafferin höchst erfreut darüber, robosonic für den grünen wagen der hanfparade gewonnen zu haben, die in diesem jahr am 2. august in berlin stattfindet.

kaputt in hollywood gibt es bei uns nun in drei versionen: dem original, einem mix von santiago & bushido aus der house-szene chicagos, sowie einem remix von troublemaker aus der hip hop / glitch hop szene von los angeles.


robosonic - kaputt in hollywood (ysi)


robosonic - kaputt in hollywood (santiago & bushido rmx) (ysi)


robosonic - kaputt in hollywood (troublemaker remix) (ysi)



mehr zu den jungs findet ihr auf ihrer homepage, ihrer myspace-seite und bei ihrem label diskomafia. checkt ihre seiten für live-dates; in berlin und open-airs im umland trifft man die beiden diesen sommer noch öfter.


7/15/2008

don't push me, 'cause i'm close to the edge

gewinne eine grandmaster flash autobiographie



hip hop-großmeister grandmaster flash hat kürzlich seine autobiographie fertigstellt und wurde prompt von den jungs von CROW´n´CROW ins berliner week end eingeladen um dort seine memoiren zu präsentieren - win it here! ein ausführliches interview im vorfeld des week end-gigs der vorigen woche, geführt von der mtv urban moderatorin hadnet tesfai, findet ihr in kürze auf den seiten von CROW´n´CROW; zudem werden dort zwei riesige sitzsäcke im limitierten grandmaster flash-design für einen wohltätigen zweck versteigert. impressionen in text und standbild gibt es auf dem berliner blog schon jetzt.

der mittlerweile fünfzigjährige joseph saddler, der als erster hip hop act mit den furious five 2007 in die rock 'n' roll hall of fame aufgenommen wurde, ließ es sich im anschluss an die lesung aus 'the adventures of grandmaster flash - my life, my beats' nicht nehmen bis in die frühen morgen stunden seine turntable exzellenz mit dem berliner publikum zu teilen.

knicken verlost nun in zusammenarbeit mit CROW´n´CROW zwei exemplare der fast 300 seiten starken erinnerungen des godfathers aller hip hop djs in gegenleistung zu einem knappen, begnadet schönen beitrag von euch.



thematisch knüpft eure kreative mitwirkung an der brandaktuellen reglementierungsfreude der politik und schreckensszenarien von eltern und lehrern an. wir prämieren eure abhandlungen unter dem leitgedanken "mein kind muss später hip hop hören" - obgleich in text, fotografie oder illustration - mit dem werk des grandmasters. als pflichtlektüre hierzu empfehle ich den wunderbaren text der taz: freiheit für track 7, der einen süffisanten einblick in den alltag der bundesprüfstelle für jugendgefährdende medien gewährt. ich zitiere als vorgeschmack:

"das bayerische landeskriminalamt hat die überprüfung von track 7 und track 9 angeregt. auf dem konferenztisch stehen kaffeekannen und wasserflaschen, darum herum sitzen ein lehrer, ein lokaljournalist, eine frau vom zentralrat der juden, ein vertreter des verbands der deutschen automatenindustrie, einer des landes bayern und einige andere abgesandte von verbänden und ländern. sie stellen heute "die deutsche gesellschaft" dar.
die deutsche gesellschaft hat ein durchschnittsalter von ungefähr 57 jahren, vorwiegend graue haare und ausnehmend gute laune. als die erste fanfare aus den boxen stößt, der bass leicht brummt und azad rappt, dass in frankfurt haschisch auf bäumen wächst, nickt eine beisitzerin aus versehen vier takte lang mit dem kopf. während track 9 läuft, unterstreicht der vertreter bayerns auf seinem textzettel die worte "klinge in den arsch steckt"."

johannes gernert,
taz vom 10. august 2007


ich landete erst vor kurzem unverhofft auf meinem ersten sido konzert, das mich spontan in begeisterung versetzte und einmal mehr untermauerte, dass meine kinder unter anderen zu hip hop beats das krabbeln lernen werden. frauenfeindlich und menschenverachtend? - da empfehle ich pro sieben-formate wie popstars, gülcan & collien oder das model und der freak.

schickt uns eure beiträge (text (max 500 wörter), fotos, illustration und co.) zu "mein kind muss später hip hop hören" bis sonntagabend, 19. juli 2008 an knickenberlin [at] gmail [dot] com. zusammen mit CROW´n´CROW wählen wir die besten aus, stellen sie online und bestücken euch mit dem buch des grandmasters.


3/29/2008

blame my booty



... it's such a cutie.


mädchen, ärsche, musik. ein bevorstehendes tribut an charlotte roche und ihr buch feuchtgebiete - könnte man meinen - doch was ich hier habe ist besser. es ist ehrlicher, charmanter, künstlerisch wertvoll und birgt außerdem feminismus mit stil, der noch nicht einmal beabsichtigt ist. meine damen und herren: leslie hall. "ferocious rapper, fashion icon, gem-sweater rescuer and passionate performer" – gesamtkunstwerk leslie, die den sexappeal von goldenen leggins schon lange vor american apparel entdeckte, wirft einen track in die runde, in dem es ähnlich wie in charlottes debutroman um die macht der ärsche geht.


leslie & the ly's - blame the booty (nsl's bottom-heavy remix) (dl) (ysi)



leslie scheint von der amerikanisierung des körpers ebenso wenig zu halten wie charlotte roche, doch die art der amerikanerin ihre weiblichen kurven zu besingen verbreitet weitaus glaubwürdiger die liebe zum eigenen körper als charlottes unausgereifter text, in dem man neue feministische ansätze vergeblich sucht. der einblick in das seelenleben von feuchtgebiete-protagonistin helen ist ein oberflächlich bleibendes psychogramm eines traumatisierten mädchens, dessen sexuellen vorlieben kompensation sind, aber keine befreiung. dank ihrer leitlinie "jeder ist besser als keiner" kann helen mit ihren 18 jahren eine männersammlung vorweisen, die dr. christian troy blass aussehen ließe, und dass sie schließendlich ihre frischoperierte analfissur an der bremse des krankenhausbetts gezielt wieder aufreißt, kann nicht mit der tagline 'empowering women' versehen werden. ohne die in die medienkampagne eingebundenen interviews von charlotte wäre das wort feminismus in den rezensionen des buchs wohl selten gefallen.

obgleich ich charlotte liebe, und sie die einzige frau wäre, zu der ich meinem freund nach einer trennung von mir gratulieren würde, lautet meine prognose, dass in zwanzig jahren die feministische institution in deutschland eher bruce darnell als charlotte roche heißen wird.



die debatte um die fremd- und selbstbestimmung des weiblichen körpers braucht so plakative beiträge wie die ekstatischen bühnenshows von leslie and the ly's, deren hautengen catsuits jedes pfund im scheinwerferlicht zur geltung bringen. die bloßen worte eines dünnen skandalromans im pinken einband mögen für schlagzeilen in der nationalen presse ausreichend sein, für weiter reichende wirkung sollte der hintern schon schon auf die bühne, denn: actions speak louder than words. einfach zu tun, wozu frau lust verspürt, hat effektivere symbolwirkung als jeden tag zu verkünden, man sei auf einer feministischen mission.

leslie hall ist keine erklärte frauenrechtlerin und mit body, booty und boobs völlig im reinen: "ich bin die kunst ... ich bin ein wunderschönes mädchen!" dieser feststellung stimmte auch das paper-magazine zu und setzte sie auf seine liste der "most beautiful people 2006". hollywood-celebrities sind in dieser selektion nicht vertreten; für das magazin bemisst sich schönheit nicht anhand eines zentimetermaßes, symmetrie und rehaugen, sondern an den talenten der auserwählten.

die band von ce-web-rity leslie ist nur ein projekt, dass sie neben ihrem kunststudium umgesetzt hat. die meiste mediale aufmerksamkeit hat leslie für ihr gem sweater museum erhalten. die verzierten pullover haben es im gegensatz zu gold pants allerdings noch nicht in die berliner clubs geschafft. strassbesetzte flanellhemden könnten hier die antwort sein.

anworten auf die frauen-fragen unserer zeit werden charlotte, eva, alice, gina-lisa, ursula und sicherlich auch benedikt uns vermutlich weiterhin zur verfügung stellen. wer die künstlerische auseinandersetzung damit vorzieht sollte mal einen blick auf die mädels werfen die jasper hier zusammengestellt hat. in der berliner c/o gallery widmen sich zurzeit die empfehlenswerten fotoausstellungen von bettina rheims "can you find happiness" und "zweiunddreißig kilo" von ivonne thein facetten von weiblichen selbst- und körperkonzepten.

viel spaß mit dem track, spitzt die ohren für die lyrics, verinnerlicht sie und verschenkt leslie's aktuelles album 'cewebrity' and die frauen eurer wahl. mehr infos zu leslie, ihren projekten und der band findet ihr auf ihrer website.

küsse an felix für den tipp.


1/08/2008

oh snap! - too fat to be a hipster



mickey fortune, 30 jahre alter hobby-rapper aus maryland, usa, und hauptberuflich chef des minilabels f500 bzw. manager von john neilson, entschied sich vor kurzem musik zu machen, die hauptsächlich ihm gefallen sollte. dabei raus kam oh snap!, eine symbiose aus hiphop und den guten alten beats und breaks aus der wundersamen welt der electronic aka new rave aka whatever. slicke scheisse.


oh snap! - bubbly (ysi)


er selbst bezeichnet sich dabei als eine harmlose existenz, deren erstes ziel ist, niemandem etwas böses zu tun, sondern ganz im gegenteil, den menschen liebe und frieden zu bringen, hauptsächlich auf den tanzfluren dieser welt. from pavarotti to m.i.a.. gleiches gilt für seine sets, happy shiny people music. würde stipe sagen und irgendwie doch total daneben liegen.


oh snap! - i'm too fat to be a hipster (ysi)


mehr über den bekennenden baggypantsträger gibt es auf seinem myspace, dort sicherlich demnächst auch mehr zu seiner um februar erscheinenden ep. ein vorgeschmack kriegt ihr bei den 2 downloads oben. wie veranschaulicht: umsonst. clickclick.


11/12/2007

girl talk



greg willis ist mr. handsome. er macht musik für blogs von blogs. oder so ähnlich. jedenfalls mixt er so ziemlich alles zusammen, was in den letzten 20 jahren auf jeder "hippen" party, auf jedem 'trashigen' intermezzo mit der heimstereo oder bei cache cache cache auf schnaps so lief. und das funktioniert. genauso unterhaltsam wie echter girl talk.


girl talk - friday night (ysi)


so gut, dass es sich sein label illegal art leisten kann, ganz radioheadlike die preise für den kürzlich erschienen sampler dem kunden zu überlassen. ob dass funktioniert weiss man nicht. aber liebe bekommen girl talk und co dafür umso mehr. wie das aussieht? "The energy and insanity he spreads through his music, toplessness, and neurotic dancing throws every crowd into a frenzy."


girl talk - let's run this (ysi)


dass das ganze mr. handsome ganz slackerlike wie ein sonntagmorgen meinerseits von der hand geht, wirft kein gutes licht auf mich, macht das ganze aber lebendig und lebensnah. und nah, da stehen wir doch drauf. vor allem sonntag morgens.

mehr girl talk findet ihr hier, mehr myspace hier, kaufen kaufen hier.


10/25/2007

audioporno


die berner bam und mel, deren vergangenheit hiphop und masken beinhaltet, definieren ihren style als ghettotronica. yeah, who wouldn't. dass sternchen wie princess superstar gefallen an den arbeiten der beiden findet, ist trotzdem kein wunder. "Audioporno, these guys are so dirty, they are more than triple x." dope.


m.i.t.c.h. feat. uffie & feadz - fais rentrer les euros (audioporno remix)


anbei das neuste werk, ein remix für den pariser hiphoper m.i.t.c.h., der unter anderem uffie und feadz featured, einer kombo, die, falls es mit dem hype noch ein bisschen schlimmer wird, demnächst in werbungen von sony, vw oder motorola zu hören sein wird. it might go up and it might go pop. simple wahrheiten, schon früh verkannt.

download oben, mehr infos findet ihr auf den myspaces von m.i.t.c.h., audioporno, feadz und uffie, mehr audioporno für die ohren hier.


10/15/2007

legends of rap


"Legends of Rap ist der Titel einer Dokumentation über die Anfänge des Hip Hop. Im New York der Endsiebziger schufen Afroamerikanische Jugendliche einen eigenen Ausdrucksstil, der sich zu einer weltweiten Kulturbewegung entwickelte. Eine Kartensammlung - kompiliert von Florian Braun - stellt die Protagonisten der ersten Stunde vor. Mit Zeichnungen von Tobias Krafczyk und Texten von Claudia Basrawi."

das ganze passiert am 19.10. ab 20 uhr im upper floor des 103, gepaart mit anschliessendem hiphopstelldichein. weiter geht's am wochenende mit filmen im kino central und den illus von herrn krafczyk in den ill galleries.

mehr infos gibt es hier, hier und hier.


10/11/2007

be like mike


calvin harris, kind der 80er und neuerdings liebling europäischer tanzflure, nimmt sich den mitchell brothers und ihrem minihit michael jackson an. dabei raus gekommen ist noch ein bisschen mehr hit sowie digitales blingbling in form eines videos.


the mitchel bros - michael jackson (calvin harris remix) via risky bizniz


in sachen michael ist allerdings das letzte wort für den moment noch nicht gesprochen, auf jimmy kimmel durften vorgestern zuschauer und justice bewundern, wie deren d.a.n.c.e performt wurde. von michael, rod, prince, rick und stevie. double trouble, aber nice.



mehr calvin findet ihr hier oder hier.


10/05/2007

moons, muscles and stars


kid cudi ist das neuste signing von fool's gold, dem label von dj a-trak. ein bisschen klingt es auch danach, hauptsächlich aber schmiegen sich die 70 bpm sahne so aufdringlich in die gehörgänge, dass zumindest ich massive schwierigkeiten hatte, repeats zu vermeiden. das wiederum widerspricht dem eher ruffen style von a-trak und co. wie auch immer, es handelt sich um shit gehobener klasse. mehr infos zu wann und wo gibt aus auf dem myspace von fool's gold.


kid cudi - day & nite


muscles macht auch in geschmeidig, kommt allerdings aus down under, also aus einer ganz anderen ecke der welt, die sich aber in sachen hypes in letzter zeit dank juggernauts & co durchaus einen sehr starken namen gemacht hat. ein bisschen weiter als der frischling von oben ist er dann auch, so ist ab jetzt sein erstes album draussen, erhältlich über zb. itunes.


muscles - futurekidz


noch weiter ist shinichi osawa. der japaner hat mit mondo grosso schon einiges hinter sich und setzt jetzt zu seinem eher poppig-ravigem solo-debut an. star guitar ist wie der name schon sagt ein cover von star guitar. everybody should remember the brilliant video.


shinichi osawa - star guitar


mehr hörproben zu muscles gibt es hier, download via monsieur p. shinichi osawa bekommt ihr auf get weird, mehr zu hören gibt es hier.


10/04/2007

im solarium gebacken


berlin, schnell, hart und dreckig. so oder so ähnlich sehen sich viele protagonisten des berliner hiphops selbst. einen einblick in die realness gibt es jetzt in form einer dokumentation.

"RapCityBerlin ist ein Projekt von 3 Berliner Filmemachern, Mantikor Entertainment in Zusammenarbeit mit Lasan a.k.a. Lars von Mzee.com, Europas größtem HipHop Mailorder. Aus der Idee, eine Art "Berlin-Sampler-DVD” mit allen Berliner Raplabels und -Crews zu schaffen, ist ein Riesenprojekt geworden: seit Juli 2004 wurden fast täglich irgendwo in Berlin Interviews, Videos und Einspieler für die DVD produziert. Es ist das erste Projekt, dass es geschafft hat, alle 40 Labels der schwer durchschaubaren Berliner Szene auf einem Medium zu vereinen. Von Aggroberlin bis DJ Zett ist alles was Rang und Namen hat auf dieser DVD vertreten [...]."

die dokumentation gibt es unter vorbehalt (!) hier zum runterladen. 4 stunden berliner hiphop. massiv.