dw haben vor ein paar wochen im picknick gespielt, die landesgrenzen schwedens also mit tour im sinn überschritten. irgendwo in frankreich müssen sie dann auch daroc über den weg gelaufen sein. beide hatten wir schon auf dem blog, grund genug also die co-produktion unter die lupe zu nehmen. dw veredeln darocs hypnotic und hieven das ehemalige instrumental in einen monoton wabernden vocoderhimmel. ich werde allerdings das bild von familienurlaub mit vater nicht los, was zugegebenermaßen nichts mit dem song, sondern viel mehr mit ehemaligen (1994) reisezielen zu tun hat. nun ja, vielleicht vermag ja jemand, die stimmung des songs mit anderen einfällen zu unterfüttern. sollte eigentlich kein problem sein.
zu pacific gibt es eigentlich auch nicht mehr wirklich viel zu erzählen. auf dieser website wird zumindest schon seit einer halben ewigkeit auf den durchaus geschmeidigen pop appeal der kombo verwiesen. jetzt vergreifen sich die skandinavier an den simple minds, für mitdreissiger unter umständen ein zweifelhaftes vergnügen. der rest könnte es als durchaus akzeptables stück populärmusik wahrnehmen, genau wie den seicht filternden remix von breakbot. die entscheidung liegt wie immer bei euch.
als kleines schmankerl könnt ihr euch hier tessas neues (altes) lieblingslied anhören: hot lips. mehr infos zu pacific gibt es auf ihrem myspace. ein heisser dank geht an hyperbole.
erstere haben sich mit ihrem album boylife in 2006 einen namen gemacht. olja und benni namentlich zeigen sich auch für eine der herzerwärmensten nummern des letzten jahres verantwortlich, die es mit ordentlich mähmäh an die spitze der #1-mädchenkompilationen geschafft hat (ja, kitsuné maison). genau das richtige für einzimmerwohnungen und klubs, "where nothing is forbidden".
james yuill hat derweil mit seinem minihit "this sweet love" auf einigen hochzeiten getanzt, vom betrübten indienerd über den neofolker und die dreckige jugend bis hin zum discojünger dürfte man sich eine portion abgeholt haben. sein album selbst verblasst zwar etwas neben dieser hausnummer, dafür gibt er mit hornbrille ein wirklich charmantes one-hit-wonder ab. es sei ihm und uns vergönnt.
als unterstützung geben sich am samstag unsere freunde von der berlin battery die ehre. es verspricht ein schöner abend zu werden, bedenkt man doch, dass nur 10 minuten schnee- bzw. eisgestöber entfernt eine kleine diskothek mit engtanz aufwartet. und was kann es besinnlicheres geben, als nach getaner arbeit seinem nächsten um 5 uhr morgens wodkakirschbefleckt treudumm in die augen zu schauen? genau.
mehr infos gibt es bei coop und hinter den jeweiligen links.
scala sa, 10.01.2009 friedrichstraße 112a
picknick sa, 10.01.2009 dorotheenstraße 90/91
edit: wir verlosen 2x2 gästelistenplätze für die scala am samstag. email an knickenberlin@googlemail.com und viel glück!
die wahl ihres bandnamens im zusammenspiel mit den sorgsam selektierten vintage-outfits, die über die skandinavischen streetstyle-blogs auch aus der garderobe deutscher mädchen nicht mehr wegzudenken sind, lässt erste schlüsse darüber zu, welche musikalischen schritte die mädchen von those dancing days in die welt des pop gewagt haben: es sind beschwingte schritte direkt auf das tanzparkettjeder indie-disko: mit anlauf, mit rosigen wangen, aber vor allem mit stimme. linnea jönsson, die sängerins, ein zartes wesen mit frech springenden locken, manövriert eine sehr erwachsene stimme durch jungen, verspielten sound ohne in den kurven vom gas zu gehen. ihr souliger gesang trägt wohl nicht unwesentlich dazu bei, dass eine gruppe soeben volljährig gewordener musikerinnen nicht direkt in die ecke des zuckerpopabgeschoben wird. zudem verzichten die damen aus dem stockholmer vorort nacka auf eine rotation am lead-mikrophon oder den übermäßigen einsatz ihrer stimmen vereint im chor, der auch in nonchalant vorgetragenen stücken schnell die erinnerung an ein ferienlader wecken kann. die rollen und instrumente sind klar verteilt. seit dem sommer 2005 spielen rebecka, lisa, cissi, mimmi und linea als band zusammen. auch bei den schwedinnen entpuppte sich die entscheidung einige demos auf ihre myspace-seite zu laden als einfache werbemaßnahme mit hoher triebkraft. sie werden ohne frage im nächsten jahr fester gast bei britischen award-shows sein.
ihre erste ep konnten die fünf energiebündel bereits im august veröffentlichen und überbrückten die zeit zum erscheinen ihres ersten albums mit dem abklappern der bühnen sämtlicher schwedischer festivals. dass die damen von ihrem schwung on stage nichts verlieren, lassen nicht nur augenzeugenberichte sondern auch die bereits veröffentlichten videos verlauten, die den drive, der das gesamte album durchzieht, bilderreich und bunt in szene setzen. mit einem trompeten-intro läuten those dancing days 40 minuten ungestümen pop ein: nicht glatt, nicht fehlerfrei, teils verspielt, teils inkitschigen sphären wandelnd, doch ohne die lauscher des süßen überdrüssig werden zu lassen. das hier schmeckt ehrlich. those dancing days erscheinen so liebenswert, weil sie zum einen naturgetreue, musizierende mädchen darstellen, ohne absicht süß doch nicht unerreichbar glamourös, immer noch tanzend aber nicht hüfte schwingend, keine gestylt genug um den look der fans zu diktieren. zum anderen servieren sie neben ‚hitten’, die schwedische vokabel für hit, ein komplettes album voller kompositionen, die als kommerzielle popsongs wirkung entfalten könnten doch die eigenwilligkeit aufweisen, die vielen chartsongs fehlt. trotz dieser leistung vermisst man ein wenig variation in melodie, tempo und arrangements.goldmedaillenkandidat des albums ist sicherlich ‚i know where you live’, dessen wunderschönen metaphern ebenso zu herzen gehen wie die sehnsüchtig bekommene stimme von frontfrau linnea. in ‚space hero suits’ brauchen those dancing days sich schon bei ihrem debutalbum nicht zu verstecken um sich gehörigen respekt zu verschaffen.
die rezension zum ersten album der schwedischen band those dancing days ist im ersten missy-magazin erschienen. als goodie für euch gibt es meinen lieblingstrack 'i know where you live' in einer low quality version. das debut der fünf schwedinnen 'in our space hero suits' ist im oktober bei wichita recordings veröffentlicht worden.
kurt blames the media, you might blame erik hallden. zusammen mit dem am idyllischen schwielowsee abgetreten spd-vorsitzenden und einem der hermelinkaninchen aus dem musikvideo zu lützenkirchens drei tage wach hat der schwedische sänger sein jazziges "if i ever get married" auf zelluloid gebannt. so etwas macht vermutlich mehr spaß, als mürrischen berliner parlamentskorrespondenten die nuancen zwischen links und der linken aufzuzeichnen, zeigt aber vor allem uns mädels: es gibt nicht nur jens lekman.
da jasper und ich gestern ein bad in einem regen aus reis und goldkonfetti auf dem engtanzfloor des aus allen nähten platzenden picknicks der pop up in leipzig vorzogen, sollte zumindest mein schriftlicher beitrag an diesem wochenende einem indie-künstler gewidmet sein. den weg aus meinem postfach auf die seite hat bakers at dawn aus dem schwedischen malmö geschafft. marcus sjoland schreibt und singt seine songs seit 2005 unter diesem namen und ist nun bei serious two records aus nebraska untergekommen, die es sich zum auftrag gemacht haben 'swedish bedroom-pop' an den amerikanischen hörer zu bringen. den deutschen ohren wollen wir bakers at dawn nicht vorenthalten; für die sonntägliche regeneration im park eignen sich diese sachten melodien nur zu gut:
die mp3s in höherer qualität findet ihr auf bakers at dawns zweitem album, das sich bereits 'best of bakers at dawn' nennt. über serious two records könnt ihr es erwerben.
dw sind killian eng und amir zaino, ein graphik- bzw. illustrationsstudent und ein kulturprojektmanager aus stockholm, schweden. die beiden starteten ihre musikalische zusammenarbeit in 98, als sie anfingen mit hiphop-beats zu experimentieren. die betonung darf hierbei getrost auf dem ausdruck experimentieren liegen. zu dieser zeit nannten sich die beiden darkwood, eine reminiszenz an die melancholischen melodien, die ihrer musik inne wohnte.
seit 2003 nennen sie sich nur noch dw, die musik ist ein bisschen weg von der düsteren elektronik vergangener tage und ein bisschen hin zur beschwingten disco, die als zutat immernoch ein fünkchen melancholie gebrauchen kann. sie sind halt nordlichter.
mit ihrer offensichtlichen liebe zu french disco, 80er pop, new wave und psychodelischen klängen schaffen radio lxmbrg ein verträumt-bizarres album, dass nik mercer von bibabidi ganz trefflich als "depeche mode arrangiert von ennio morricone" bezeichnet. nicht unwesentlich für diese assoziation ist die stimme des sängers johan rönnkvist, der auf dem soeben veröffentlichten zweiten album der band 'trivial matters' die leadvocals übernimmt, die mit ähnlich gespenstischer anziehungskraft gefärbt sind, wie die stimmen von david bowie, nick cave oder dave gahan.
verwundern sollte folglich nicht, dass der letzte segen für 'trivial matters' vom freund der band und französischem produzenten, bertrand burgalat, ausgesprochen wurde. dieser arbeitete nicht nur mit den zwei zuletzt genannten stimmen zusammen, sondern trug auch zum erfolg von größen wie air und pulp bei und produziert heute auf seinem eigenem label tricatel unter anderem ladytron und april march. einen umfassenden einblick in burgalats kollaborationen bietet die von bungalow veröffentlichte tribut-compilation "the genius of bertrand burgalat".
aber zurück zur band. radio lxmbrg stammen keinesfalls aus den gefilden, die ihr name zunächst vermuten lässt: die musiker entspringen der schwedischen indie-szene und verbreiten ihren sound dort bereits seit vier jahren. ihr kolumbianischer songwriter alex geizt nun nicht mit musik für die deutsche bloglandschaft und hat uns eine handvoll mp3s an die hand gegeben, die euch den sonntag versüßen sollen. das komplette album könnt ihr hier erwerben.
doch nicht nur die eigenen kompositionen der schweden sind hörenswert, auch ihre remixe verdienen anerkennung. ihre interpretationen von pacific!'s sunset blvd und doktor kosmos' "lesbian wannabe" lassen sich hören. mehr auf die ohren und zu erfahren über radio lxmbrg gibt es auf ihrer website und myspace-page. zieht euch warm an, habt sie gern und selbst einen schicken sonntag.
lieblinge von valerie sind die schweden schon. jetzt gibt es ein paar neue, überarbeitete versionen des allseits beliebten eurotrashs. und genauso klingt das, was die skandinavier da vom stapel lassen dann auch. ein bisschen italo, viel ecu und eine prise indiedisko, nicht. hüftschmaus galore. für fette berliner herzen mit espressotaktung.
die gesammelten werke von mads haals, anton friskopp and julius duhs findet ihr auf der gemeinsamen homepage bzw. die von neon blak hier, mehr infos gibt es auf dem myspace des projekts. downloads per klick auf den jeweiligen titel.
owl vision ist schwede, genauer gesagt aus dem scania distrikt. nachdem er für rapper wie apathy, vinny paz oder celph titled beats produzierte, wendete er sich dem electrothrash zu. und da steht er heute. in seiner ganzen exzellenz.
im gegensatz zum szeneüblichen ansatz des zerstückelns und wiederzusammenbauens bestehender tracks ist owl vision wichtig, 'seinen eigenen scheiss' zu machen. folgerichtig besorgte der skandinavier sich synthies un legte los. dabei raus kam hauptsächlich thrash, wie er es nennt, der allerdings hier und da von einer etwas sanfteren prise ambient durchströmt wird. natürlich ohne kitschig zu wirken.
die etwas düstere eleganz, die seinen tracks inne wohnt, spiegelt sich auch in dem namen owl vision wieder, inspiriert vom eleganten jäger der nacht, der im mondlicht alles sieht, und sei das mäuschen noch so klein. impressive. sowas braucht berlin.
mehr owl vision findet ihr auf dessen myspace. show some love! er ist jedes haustier wert.
pacific! sind eine götheburger kombo, deren vorliebe für illustrationen - bezaubernd - und seichten pop offensichtlich bis nach paris vorgedrungen ist. jedenfalls hat sich breakbot den jungs mit den 0190-stimmen angenommen und dem ganzen seinen eigenen, französisch feinherben rave-stempel aufgedrückt. zu hören gibt es das original von runway to elsewherehier und breakbots fälschung hier.
pacific! - runway to elsewhere (breakbot remix)
mehr infos zu und musik von breakbot findet ihr hier, hier oder hier. mehr zu pacific! gibt es auf myspace. kaufen könnt ihr den bisherigen release von breakbot hier, die letzte, oben zu bewundernde single hot lips von pacific! hier.