ted & francis aus down under pop und tanga uber-zunder falsche jungs und echte küsse samstag abend überdrüsse sonntagmorgen nackter kater ein jahr später kesser vater.
es ist soweit. ich werde so etwas ähnliches wie ein hippie. nur ohne politische unterfütterung. was mir dabei allerdings mehr und mehr zu denken gibt, ist die vorliebe für sanfte, harmlose töne. ist es der winter? hat mich die soziale marktwirtschaft verdorben? werde ich alkoholiker? werden hirne wirklich weicher? und wer zur hölle ist lutz heilmann? fragen, die sich mir aufdrängen, wenn ich meinen musikgeschmack heute mit dem von vor ein paar monaten vergleiche. nichtsdestotrotz stehen cut copy für eine qualität, die mein vermutlich weiches hirn zu schätzen gelernt hat. kosmisches blimblim, ein schier magisches verständnis von pop und der pose, die mädchen mit weiten shirts inne haben sollten. ohne umschweife, grab your jeans tight.
modular feiert heute abend in berlin und vertritt mit großer geste den kontinent down under. mit dabei sind unter anderem van she, die vor kurzem ihr album v veröffentlichten. zum anlass ihres besuchs, hier der lifelike remix ihres klassikers kelly. einen weiteren von breakbot findet ihr auf discodust.
miami horror, 2008. ungefähr ein jahr zu spät hittet die erste ep der australier den markt. wenn man bedenkt, dass schon pitchfork über das hier vorgestellte stück berichtete, im mai 2007, ist es verwunderlich, dass der feinschliff dann doch etwas länger als die üblichen 3 sixpacks, 5 portionen hallowach2000 und onkel ottos ehrenrunde in der hiesigen diskothek brauchte. anyway, down under hievt sich mal wieder an die spitze von new disco rave pop funkyzism to the house, wie tobias schmidt sagen würde. krochen in rose.
wie bereits angekündigt spielt der australische act the presets am morgigen abend in berlin und ich bin sehr gespannt. beim joggen haben sie sich als excellentes motivations-tool erwiesen, und ich sehe keinerlei hindernisse diesen effekt auf die tanzfläche zu übertragen. wer ihr album apocalypso noch nicht sein eigen nennen kann, sollte dies ändern und kann zu dem video 'this boy's in love' schon mal mit der aufwärmung beginnen. modular präsentiert die jungs von down under im relais in der köpenickerstraße. der auftritt von juliam hamilton und kim moyes ist für 1 uhr angesetzt.
die übrigen nachtschwärmer, die von den plattentellern aus für schweißausbrüche sorgen werden, sind allesamt auch ohne das konzert der presets den besuch im relais wert. als club djs treten fetisch, ac slater von palms out sounds, unser hochgeschätzter jason forrest aka dj donna summer von der birthday party, reznik und weitere modular djs an. aber auch die derzeit allgegenwärtige mirage crew ist wieder am start und packt für euch den laser aus. emil doesn't drive, cheers chris und salto mortale lassen die feinsten discoscheiben kreisen. ergänzt wird das programm durch ein dance battle der tecktonik kids aus paris sowie eine ausstellung der modular graphics. this sounds like a lot of dancing.
freitag, 15. august im relais club köpenickerstraße 126 u-bahn heinrich-heine-straße ab 22.00 uhr
gerade flatterte obriger flyer in mein postfach und meine reaktion fügte sich nahtlos in die euphorische grundstimmung, die der besuch der copenhagen fashionweek mit den blog-ladies zum launch von two for fashion bei mir auslöste. reiseberichte zu diesem zauberhaften kurztrip findet ihr bereits jetzt aufmahrets blog f&art, bei puri von mary, bei lea und ihren lieblingen, lisa aka la lila und judith mit ihrem goldstück 'what wrong with the zoo. von mir gibt es ähnliches auf meinem zweiten blog-sprössing flannel apparel, ich musste jedoch meinen ersten text für diese meldung kurz unterbrechen: the presets are coming to berlin! das australische duo hat sich mit seinem neuen album 'apocalypso' schon lange fest auf meine jahres-topliste gepeitscht, weswegen ich es kaum erwarten kann, sie einmal live zu erleben. modular und coop präsentieren euch diesen hochgenuss am 15. august. there's no way around it.
weitere informationen könnt ihr dem flyer entnehmen. auch das begleitende line-up lässt wie immer nichts zu wünschen übriges.
sie tigern umher - zwischen genres und styles, band und dj-team, arrangements und samples - ohne rücksichtnahme auf musikalische konventionen. aber genau aus diesem grund wandelt sich die anfängliche irritation während des ersten hörens vom album 'gospel ambitions' der australischen soft tigers in großes entzücken. das energiegeladene durcheinander aus kindlichem chorgesang, klatschen, leisen raps, elektro pop und guitarren, das von den jungs selbst als 'sloppy funk' bezeichnet wird, dürfte unter normalen umständen nicht funktionieren - aber schon beim zweiten hören macht dieses mix-up am ende sinn - und unheimlichen spaß.
für ihren heutigen auftritt im picknick ist daher ebenfalls liebreizendes chaos in einer ausgelassenen party-manier zu erwarten, die zuletzt aufgrund zu hoher hacken, aufwendigem make-up und exakt berechneter katastrophen-outfits ein wenig kurz gekommen ist und sich in angestrengtes schaulaufen verwandelt hatte. die soft tigers brauchten einen bunten flyer - den rest wird ihr set und die crew von berlin battery schon besorgen.
aus anlass ihres berlinbesuches stellte bucky von den tigers uns einen meiner favoriten von 'gospel ambitions' zur verfügung. makin love ist ein herzensbrecher und wohl nicht beispielhaft für das, was heute abend erwartet werden darf. daher empfehle ich sowohl album, als auch den besuch im picknick heute abend.
auf ihrem myspace könnt ihr ihre hits 'mr. ice cream' und 'maria' anhören, bei discodust gibt es außerdem eine miami horror remix. alle weiteren relevanten informationen zur freitag nacht findet ihr auf dem flyer.
der name flamingo crash suggeriert, man hätte es mit etwas buntem zu tun, das irgendwie nach wilden farbkleksen aussieht und aus dem lange staksige beine ragen. dazu gibt es vermutlich nervöses gegacker, ein chaos aus federn. das ganze bild ist etwas ungelenk, eigen und doch irgendwie süß. ein bisschen so sind flamingo crash tatsächlich. ein kleines bisschen.
die entstehungsgeschichte der band hat kurz gesagt unter anderem mit hausparties, überschwemmten wohnungen, absinthexzessen und mehreren splitups zu tun. als dann endlich zusammen war, was zusammen gehörte, die demos eingespielt und auch der letzte den jugendlichen kater überstanden hatte, gingen die flamingos erst einmal mit ihrem frischen material auf tour. als vorband einer wohl inzwischen hinlänglich bekannten, australischen band namens wolfmother. es folgten weitere gigs overseas, unter anderem mit acts wie lily allen, den presets, the bravery oder dem go! team. die stoßrichtung der gruppe hat mit diesen namen auch ihre groben eckpfeiler, was fehlt ist das herz. die band, die in irgendeiner form von allen mitgliedern flamingo crashs immer wieder als referenz genannt wird, sind die beach boys, das womit alles anfing. can't get the surfer out of the surfdude, right?!
in oben beschriebenem kosmos bewegt sich das debut der brisbaner, das mehr oder weniger vielsagend triangle island betitelt und an dessen produktion unter anderem steve fallone beteiligt ist, der schon mit den strokes, sonic youth oder tv on the radio für furore sorgte. bei all dem namedropping könnte man meinen, dass die band auf einem major droppen würde, doch weit gefehlt: das kleine, australische label sidekick hat sich die rechte des am 12. april erscheinenden albums gesichert. ein hoch auf die selbstbefruchtungskraft downunders. ps: warten lohnt sich.
wer nach mehr informationen lechzt, sollte das myspace der band auschecken. dort wird es bei zeiten auch starke kaufanweisungen geben. die lieder hier könnt ihr wie immer per klick auf den titel laden. viel spaß mit dieser kurzweiligen nachhaltigkeit!
der discodust-liebling miami horror tut uns einen kleinen gefallen und schickt seine beiden letzten remixe nach berlin. der produzent von gameboy/gamegirl, der auch schon vom zu letzt viel gescholtenen pitchfork ein bisschen liebe abbekommen hat, remixt dabei die bands faker und grafton primary. bei diesen handelt es sich - wie könnte es auf sidekick anders sein - um australische abkömmlinge.
wie auch immer, die tracks pendeln irgendwo zwischen sehr stark gut und 'ey, voll miami' . viel spaß also dabei! weiterführende infos findet ihr auf dem myspace von miami horror. wort.
moulinex liefert uns kurz bevor es in die heisse phase des vorfreudigen erwartens des neuen cut copy albums geht einen feinen remix von lights and music, der es zum unverständnis vieler nicht auf die ep der australischen rhythmuskombo geschafft hat. modular wird schon wissen warum. nicht.
die discodust-lieblinge schrauben derweil fleissig an ihrer zukunft, so dürfte in den kommenden monaten einiges an neuer musik von moulinex zu erwarten sein. wer bis dahin den backkatalog des portugisisch-bajuwarischen weltenbummlers erforschen will, findet hier abhilfe, als peppigen bonus unten auch noch den remix für turboweekend, eine dänische gruppe, deren name auf massiven missbrauch von alkopops hindeutet.
more damn arms. weihnachten ist nah und tybalt so nett, uns ein vorzeitiges weihnachtspresent via email zukommen zu lassen. die beiden australischen djs aus sidney mixen hierbei die damn arms, lieblinge down unders und in zukunft wohl auch in heimatlichen gefilden sehr stark positiven gefühlen ausgeliefert.
für tybalt steht demnächst folgendes auf der speisekarte: knightlife, cut copy, like woah. wen das interessiert, der kann sich an den oben verlinkten mp3s gütlich tun und einen vorgeschmack auf das, was da noch kommen mag, bekommen. ein bisschen synth, ein bisschen bums, und alles neue bringt der märz. oder so. mehr infos gibts es auf tybalts myspace. summer is near.
pete mayes und nick littlemore nennen sich in ihrer bio selbst die enfants terribles der australischen musikindustrie. darüber lässt sich sicher streiten. oder anders gesagt, darf man diesen ausdruck getrost der welt der werbetexter zuschreiben. abgesehen davon aber handelt es sich durchaus um einen mehr als talentierten act, der sich ein gewisses maß an gehör verschafft und dabei ganz offensichtlich den richtigen ton getroffen hat.
irgendwo zwischen pop und elektronik pendeln die beiden animationfans auf der neuen relle. ein ungefähre vorstellung davon, was man von pnau erwarten kann, geben die namen derer, mit denen pnau mitunter schabernack in den studios down under getrieben haben: sleepy jackson, ladyhawke, lost valentinos, van she and fabian feadz. angeleitet wird das ganze von noch mehr littlemores, sam und james.
mehr information bezüglich pnau und deren umtriebigkeiten in den letzten 10 jahren findet ihr auf deren homepage, dem myspace der band und kaufmöglichkeiten auf itunes.
den damn arms werden wir uns in naher zukunft noch ausführlicher widmen. zunächst hat das auf musikalischer ebene allerdings choreo getan und beglückt uns mit einem remix von the boss vom anfang november erschienenen album "the live artex". mit andré klappt die australisch-thüringische kollaboration also schon blendend und geschwind – auf deutschen boden haben damn arms es hingegen noch nicht geschafft – aber auch das soll sich bald ändern. nach weltweiten und monatelangen touren mit den klaxons, cut copy, the (international) noise conspiracy und den midnight juggernauts – um nur einige zu nennen – sollte selbst workaholics wie den damn arms eine verschnaufpause gegönnt sein.
einen ausführlichen style-guide für die trendbewusste frau mit mut zur hässlichkeit hat andrew long herausgegegeben. flannelette shirts & flash-lit hair ist ein fotografisches portrait der australischen jugend, die über die jahre dem karierten flanellhemd und skateboard stets treu geblieben ist.
mit seiner ankunft bei h&m wird das holzfällerhemd in den kommenden wintermonaten wohl nicht nur sporadisch, sondern recht fleissig seinen dienst an grazilen frauenkörpern tun. für die zurückhaltende und vermeintliche geschmackssichere fraktion der fashion-victims haben einschlägige streetwear label selbstverständlich dafür gesorgt, dass flannelettes auch mit glitzer, schmal geschnitten und in blumigen pastelltönen zu haben sind.
andrew und seine australischen buddies finden ihre uniform an frauen vermutlich ähnlich anmutig, wie das als accessoire herumgetragene skateboard, das vor einigen jahren das mittel der wahl pubertierender attention whores war. doch anmut und grazie hin oder her, das skateboard würde sich zur zeit nahtlos in die "look at me, look at me"-kleiderwahl einfügen und dem oversized bag endlich angemessenen inhalt liefern.
an diesem wochenende scheint berlin im zeichen der blogosphere - you may actually hate the word - zu stehen. so wird mit easy jetset heute abend ein event premiere feiern, der unter anderem william von risky bizniz und die acid girls featured, alte bekannte für menschen mit einer affinität zu elektronischer musik und grundlagenwissen in sachen feedreader. auch dabei: buggy und notaniceguy.
weiter geht es am samstag mit coops modular vs bang gang, was ein bisschen london gegen australien ist. das label an sich, die modular djs, das greco roman soundsystem sowie ajax - nicht erst seit seinem juggernauts remix - sollten dabei mindestens ein begriff sein. falls dem nicht so ist, kann man sich hier anschauen was modular bis jetzt verbrochen hat. erleuchtung ist garantiert.
um das ganze abzurunden, hier der beitrag dj howlermonkeys zur rechts verlinkten remixaufforderung von kitsune. die ehemaligen wahlberliner thieves like us bekommen dabei ein bisschen 50 cent. und in da club ist ja irgendwie auch dieses wochenende.