12/11/2007

eine frage der haltung



seit seiner einstellung im jahr 1999 stieg hartmut mehdorns gehalt um etwa 400 prozent, das seines vorstands im schnitt um knapp 300 prozent. kinder des fernverkehrs wissen, dass man gleichzeitig ohne billigtickets, sonderaktionen oder bahncard 50 am fernverkehr der deutschen bahn kaum teilnehmen kann. ein stehplatz berlin - hamburg kostet momentan rund 62 - moment - 65 euro, einfache fahrt wohlgemerkt. vor mehdorns antritt waren es immerhin noch unter 50 euro.

dass dies schon damals sowohl dem geldbeutel des kunden als auch der mobilität des humankapitals - wie der volkswirt so charmant sagt - abträglich war, ist unbestritten. berlin ist immernoch berlin und nicht, wie bahn und medien uns damals glauben machen wollten, der neue, kreative vorort von hamburg, der stadt, die den berliner nachwuchskräften jobs und geld bieten sollte. ganz im gegenteil, während berlin weiter vor sich hin siecht, erfreut sich hamburg einer wirtschaftlich äusserst stabilen lage, ohne die berliner boheme. die brücke zwischen den beiden nördlichsten metropolen deutschlands bleibt zumindest auf den gleisen brüchig.

vor kurzem dann trat der unbeliebteste deutsche in das nächste fettnäpfchen, namentlich gdl. mit den lokführern lieferte bzw. liefert er sich eine mediale farce, bei der am ende niemand mehr eine gute figur abgeben wird. weder der immersture, unbelehrbare und mit 170 cm körpergröße einer minderheit angehörende mehdorn - der brandeins zufolge bilden topmanager unter 180 cm mit 9 prozent eine recht seltene art - zur einsicht kaum zu bewegen, die scheinbar gierigen lokführer, die einen stück von der neuen, großen sachertorte namens db abhaben wollen, noch die westerwellschesken co-gewerkschaften, die nichts besseres zu tun haben, als sich den medien als phrasendreschende höhlenforscher unterer körperregionen zu präsentieren.

was bleibt, ist ein unternehmen, das den eindruck macht, fest in der hand einer selbstsüchtigen riege von managern zu sein, das sowohl von kunden- als auch angestelltenbindung nicht viel zu halten scheint und in den letzten wochen im chaos versank, ganz so wie es auf den gleisen schon seit jahren üblich ist. nur inklusive fürstlicher entlohnung.



schamgefühl jedoch wird bei herrn mehdorn wohl kaum aufkommen, weiss er sich doch in den besten kreisen. so verdient herr wiedeking, seines zeichens porsche-chef, knapp 54 millionen euro im jahr, eine summe die vor allem auf einem vertrag fußt, der geschlossen wurde, als sich der aktienkurs des unternehmens noch auf talfahrt befand. jetzt, da es wieder bergauf geht, versteht sich wiedeking im grunde genommen konkludent aufgefordert, die kuh zu schlachten, die er melkt.

aber tut er das wirklich? nein, den wie im fall ackermann müssen sich die topmanager keine sorgen um konsequenzen machen: bei der pleite ruft der nächste lukrative job, im zweifelsfall sitzt man eh schon im vorstand nebenan. justizia schützt derweilen mit geschlossenen augen ein solches verhalten, und so wird es wohl auch noch eine weile bleiben. wenn man sich anschaut, wie richtlinientreu die regierung momentan die vorweihnachtlichen klatschpressen füllt, muss man sich als manager zumindest in nächster zeit keine sorgen machen, mit dem gesetz in konflikt zu geraten.

eine ganz andere idee kam dabei gregor gysi als gast bei anne will. er wies darauf hin, dass es neben dem gesetz noch die möglichkeit der gesellschaftlichen ächtung gäbe. das ist eine stoßrichtung über die man sich in den büros jenseits des 20ten stockwerks vielleicht schon viel eher gedanken machen sollte.

noch stehen sie nur in den medien schlecht dar, werden beschimpft und landen schlussendlich auf negativen toplisten, deren aussagekraft sich auf ein paar zehntausend clicks im internet beläuft. ein eher amüsanter widerstand, geht man davon aus, dass der pauschal idealisierte topmanager mit seinem gewissen ähnlich skrupellos umgeht wie mit den geldtöpfen seines unternehmens.

aber moment, war es nicht genau diese haltung, die vor knapp 30 jahren zu etwas führte, das wir heute den deutschen herbst nennen? politiker reden heute von notwendiger sozialer ungerechtigkeit, oswald metzger diffamiert hartz-4-empfänger, gleichzeitig formiert sich ein neuer geldadel, der von entlassungen und "entschlackung" seiner unternehmen lebt und dessen grinsende fratze herr ackermann nach gewonnenem verfahren in siegerpose präsentiert.



der radikale widerstand ist momentan eher kopflos, laut, betrunken und am 1. mai in kreuzberg. künstlerisch verniedlicht zeigt 'die fetten jahre sind vorbei' wie es auch anders gehen könnte. doch das ist alles harmlos im vergleich zu dem, was vor einigen wochen auf allen kanälen gut dokumentiert über die bildschirme lief, ein backflash in eine längst vergessene zeit des linken terrors.

in einer gesellschaft aber, deren subkulturen den chic der raf und des linken widerstandes nicht erst seit der wiedergeburt des palifeudels als styleaccessoire aufgegriffen haben, finden sich mehr und mehr menschen, die sowohl mit links als auch radikal sympathisieren, es zumindest wohlwollend dulden. ganz allgemein ist es modern, mit der nationalen vergangenheit flapsig bis unreflektiert umzugehen. und selbst der bnd scheint die zeichen der zeit erkannt zu haben und sich mit seiner offensive in sachen datenschutz wieder gedanken um konspirative wohngemeinschaften zu machen.

man mag davon halten, was man will. wenn weder haltung noch gesetz die topmanager in die schranken zu weisen wissen, werden sie selbst den nährboden für etwas liefern, dass in dieser form in deutschland seit jahren maximal als böser traum vergangener tage existierte. die branche der privaten sicherheitsdienste boomt. ein reflex auf neider, (linke) besserwisser auf dem kriegspfad oder schlicht die eigene paranoia. ein umstand, der in jeder hinsicht nachdenklich stimmt und zweifel an den mechanismen unserer gesellschaft aufkommen lässt.

und doch ertappt man sich bei dem gedanken an einen fiktiven josef ackermann als suchkind 312 oder herrn mehdorn, der vermisst und verzweifelt mit brüchiger stimme an den bahngleisen von seinen treuen angestellten ausgerufen wird, dabei, ein gefühl zu entwickeln, das unseren eltern mehr als bekannt sein sollte: heimliche freude.

diese entwicklung sollte einigen mitgliedern unserer gesellschaft genug anlass sein, das eigene maß eingehend zu prüfen. so oder so ist es an der zeit, etwas haltung und soziale verantwortung zu zeigen, will man doch den turbokapitalisten aus mütterchen russland zeigen, dass demokratie auch mit rechten dingen zugehen kann. was auch immer die zukunft bringt, dem schreiber zumindest ist es grund genug, mehr popmusik zu hören.


12/10/2007

romanoff





die fistpumper von romanoff kommen aus brooklyn, nyc. ausgehend von dieser mehr als feinen homebase bespielten sie bereits europa und planen für die nährere zukunft weitere exkursionen ins ferne ausland, um dort ein bisschen shakey-shakey zu verbreiten.


romanoff - punch fuck (ysi)


romanoff - rock band (ysi)


die beiden cousins starteten romanoff vor etwas mehr als einem halben jahr, um ihre energien nicht mehr nur für design und kunst, sondern auch für die musik zu nutzen. inspiration finden sie dabei bei den nachbarn von loose shus, toxic avenger, french lovers oder college. für den rest sind dann ableton und logic zuständig, gepfeffert mit ein paar selbst eingespielten instrumentals. who's got balls?


romanoff - lipstick miniskirts (ysi)


romanoff - trash magic (ysi)


für die nähere zukunft, sprich weihnachten, haben romanoff noch ein bisschen was in der pipe. bei gefallen sollte man also in der nächsten zeit deren myspace oder die üblichen medianodes checken. neben den oben verlinkten tracks findet ihr hier und hier weiteres material. show some love!


12/08/2007

pnau is the time



pete mayes und nick littlemore nennen sich in ihrer bio selbst die enfants terribles der australischen musikindustrie. darüber lässt sich sicher streiten. oder anders gesagt, darf man diesen ausdruck getrost der welt der werbetexter zuschreiben. abgesehen davon aber handelt es sich durchaus um einen mehr als talentierten act, der sich ein gewisses maß an gehör verschafft und dabei ganz offensichtlich den richtigen ton getroffen hat.

irgendwo zwischen pop und elektronik pendeln die beiden animationfans auf der neuen relle. ein ungefähre vorstellung davon, was man von pnau erwarten kann, geben die namen derer, mit denen pnau mitunter schabernack in den studios down under getrieben haben: sleepy jackson, ladyhawke, lost valentinos, van she and fabian feadz. angeleitet wird das ganze von noch mehr littlemores, sam und james.


pnau - wild strawberries (ysi)


mehr information bezüglich pnau und deren umtriebigkeiten in den letzten 10 jahren findet ihr auf deren homepage, dem myspace der band und kaufmöglichkeiten auf itunes.


kosta gitane #2



der in brooklyn geborene kosta gitane, der seinen weg schon einmal auf knicken fand, macht soften rave. oder so. mit seiner neuen internet only ep music makes you feel good schlägt er zumindest "genau" diesen weg ein. in seiner jugend allerdings war er eher für metal und punk zu begeistern.

danach ging es dann allerdings los mit 12 inches für blackjack, cube recordings, r-senal und einer colab mit princess superstar für "the happy". die richtung änderte sich. er spielte gitarre und bass für roger sanchez, remixte new order mit junior sanchez und droppte mit diesem unter dem namen telektronik eine single. als mitglied der riot society, die neben oben genanntem junior auch noch laidback luke beherbergte, releaste er "understand me" auf city rockers. in 2006 wurde dann das eigene label sente gegründet, das den indie-dance-act atomics propagierte, natürlich auch ein kind kostas. und so nannte er sich dann auch ab 2007, als ehrerbietung an seinen verstorbenen vater. gleichzeitig fing er an, mit beautycase und hyptone zu arbeiten, was in den singles sweet life und spaceship earth mündete. you might remember.


kosta gitane - marids (ysi)


so much fürs posen. mehr kosta gitane findet ihr bei beautycase, hyptone oder auf kostas myspace. die ep bekommt ihr auf juno.


18: big fish on mount pillow


björk - declare indipendance

tina loves the squeezing, autokratz are on, glass candy's fading, interviewing the klaxons, gvb's fav records of the year, paris, teki, tokyo, the teens and sitc, frank on chromeo, crystal castles present their tracklist, peter, bjorn and john get some remix treatment, interviewing mstrkrft, dre skull and disco, veb fleischklösschen, teki goes on, kap10kurt as a guest, fluxing with bloc party, isn't that pure beauty, evel knievel, rest in peace, klaxons, best served mixed, the teens vs. france, felix cartal sum up, doing it like bros, banksy goes palastina, talking to simian mobile disco, dimensionen der fläche bis zum 11.12., there's a contest for remixing yelle, cookyfied justice, valeried about import/export, olympic moroder, tyskerhar from friedrichshain, rcrd lbl with new zoot woman, foals, wombats and cazals, all about the nyc beat, don't treat your sharks like this, he has done them all, winehouse done smooth, danger getting lasered, berlin anagram map, jesse rose in the mix, banging donna summer, valerie takes care of your booty, panda presets, lax, not an airport, circle culture in der berliner straße, once ugly, alway ugly, father and son, listen to the duke, beetroots vs metallica, more beetroots, bite her, love the faggets, liquid logos, scarlett and the booby situation, being a beautiful girl or something and the nominees are. other than that vids with bangers & cash, love of diagrams, the pipettes, the presets, rick ross, soft tigers, lykke li, bonde do role, les savy fav, toney sigel, hot chip, mofo the maverick, dizee rascal, supergrass, kid sister, david e sugar, we are wolves and von südenfed. ein schönes wochenende!


12/07/2007

pop, pants and pirates



das verständnis von girl power, das in den 90er jahren an vorderster front von den spice girls propagiert wurde, führte die in dem begriff verborgene idee schon damals ad absurdum. emanzipiert, clever und nachhaltig erfolgreich waren emma, victoria, geri, melanie und melanie nicht, von glücklich ganz zu schweigen. heute tourt die um jahre gealterte, um einige kinder und neurosen reichere und von posh zum plastic spice mutierte mütterband im rahmen einer post-birth crisis die welt, um ein letztes mal zu heucheln den begriff von girl power für die geschichtsbücher besetzt zu haben. jede neunjährige würde bei dem gedanken, später einmal so schandhafte brüste wie victoria beckham ihr eigen zu nennen und die aktuellen bühnenoutfits der tanztruppe tragen zu müssen, mit sofortiger wirkung in tränen ausbrechen und andrea nahles als geeigneteres role model angeben, auch wenn diese lediglich das nächst kleinere übel der rangfolge darstellt.

die mädchen der aktuellen pop-biz-generation haben sich gleich dazu entschieden, keinen feldzug für die anerkennung ihrer weiblichen kraft zu führen, sondern medial zu inszenieren, dass sie diese stärke wenn überhaupt erst durch kräftiges pudern der nase und pubertätsalkoholismus statt –magersucht erlangen können. amy winehouse trat zwar zunächst mit einer stimme in den ring, an deren allmächtige präsenz kein chor aus allen derzeitigen girlbands herankäme, doch die töne, die sie mitunter aus ihrem eingefallenen brustkorb presst und ihre ebenso schwindende gestalt stehen in keiner beziehung zu dem phänomen, dass vor einigen monaten in jedem ersten satz als souldiva tituliert wurde.

wunderbar sichtbar wird in diesem kontext auch, wie netzfremd und fernab der popkultur politiker im namen des jugendschutzes agieren, melden sich doch damen aller fraktionen vehement besorgt zu wort, sobald das privatfernsehen eine neue staffel von germany’s next top model in den programmplan aufnimmt. pro ana websites und bilder von koksenden sternchen in blogs gehören scheinbar zu der kategorie wissen, in der auch die fakten schlummern, die papst benedikt xvı. ignoriert hat, als er seine definition gesunder sexualität aufstellte. wer gräbt schon gerne tiefer?

erinnern wir uns an die hysterie und anstieg der suizidalität innerhalb einer fangemeinde, die bei der auflösung einer beliebigen boyband auftreten, ist es für ein harmonisches familienleben oder um den status der lieblingstante beizubehalten sicherlich ratsam, der oben erwähnten neunjährigen keine cd einer künstlerin zu schenken, deren drogentod man in einem halben jahr kindgerecht in worte fassen muss.

sich dieses problems bewusst hat das vereinigte königreich ein entzückendes damen-duo hervorgezaubert, deren künstlerisches produkt jeden geschenketisch aufwertet: peggy sue and the pirates – womit wir zum eigentlichen anlass dieses textes kommen. rosa rex' und katy klaws musikalische gemeinsamkeit war vor gründung von peggy sue and the pirates ihre sammelleidenschaft für regina spektor bootlegs, und vergleiche mit der schönheit der stimme der russin, mit feist oder cat power können ohne furcht vor schwächerem abschneiden herangezogen werden. bibabidi führt zudem einen vergleich mit den moldy peaches und billie holiday ins bild.



ihr klarer vorteil ist das auftreten im doppelpack, lediglich bestückt mit der gitarre "stud", das fehlen der divenhaften unnahbarkeit der genannten solokünstlerinnen und die aus ihren augen sprühende, mädchenhafte herzlichkeit, die sie mit ihrer tourpartnerin kate nash teilen. girl power ist als attribut für katy und rosa gänzlich unpassende wortwahl; so bleibt die unbenannte eigenschaft ein konstrukt aus hochverdichteter weiblichkeit, talent, charme und scharfsinnigkeit. das aus brighton stammende zweigespann spielt seine akkustikgitarre zu klugen, methapernreichen lyrics, und der text zu superman erzählt nicht nur die leidensgeschichte des superhelden aus einer völlig neuen perspektive, sondern kann auch als wunderbare persiflage auf das wesen der klassischen girlbands interpretiert werden. katy und rosa müssen sich selbst im geblümten kleid keine gedanken machen über das recht, das clark kent stellvertretend für die plastikpuppen des pops fordert:

all i really want is to have the right to wear my pants underneath my tights!


peggy sue and the pirates - the new song


wer keinen vorweihnachtlichen kurztrip auf die insel plant um sich in dessen rahmen mit einem live-gig von peggy sue and the pirates zu beschenken, kann ihre single "the new song" hier als stream anhören; hinter der heutigen adventskalendertür verstecken wir für euch einen einen shot of tuacca.


peggy sue and the pirates - a shot of tuacca (ysi)


mehr für die ohren (spare parts!) und augen findet ihr auf myspace und bald auch auf der website.



12/03/2007

very young millionaire












brad troemel, ein junger fotograf aus chicago und auserwählter des fjord-foto-projektes, scheint rund um die uhr im künstlerisch-journalistischen einsatz zu sein. der 20-jährige unterhält nicht nur eine eigene website und ein blog, die er beide stetig mit neuen inhalten füttert, sondern baut zur zeit auch eine eigene galerie namens "satin satan gallery" auf.
für sein blog hat er unter anderem die reihe a hundred words on a photograph initiiert, mit der er den dialog innerhalb seiner fotografen-generation anregen möchte, die er zwar als hoch produktiv, aber zu still wahrnimmt. sein interview mit den köpfen hinter fjord, grant willing und alana celii, ist ebenfalls lesenswert.

mehr fotos, gedanken von und informationen über brad findet ihr auf seiner homepage und dem blog very young millionaire.


12/01/2007

i wanna be a style crusader



die schotten marc, chet, crag, d. reekie und d. miller sind bigface. genauere umstände der namensgebung sind nicht bekannt, sollten sich aber wie bei unseren nachbarn von der insel üblich auf drogenmissbrauch zurückführen lassen. oder so.


bigface - i wanna be a style crusader (ysi)


verantwortlich für das newcoming der kelten sind dabei wie so oft in letzter zeit kitsune, die, was britten anging, in letzter zeit schon mit autokratz, hadouken oder den klaxons richtig lagen. allerdings muss man dazu sagen, dass bigface sich unter weinkennern in der letzten zeit schon einen gewissen namen gemacht hat. gut ding will weile haben. und bigface haben immerhin ihren eigenen kreuzzug.


bigface - my body moves faster (ysi)


dazu beigetragen haben sicherlich sowohl das fleissige clubbing at optimo sowie die hardcore-vergangenheit der band, die überraschenderweise auch schon den teenagern ihr gewisses etwas verlieh. warum auch immer, wir deutsche mögen gitarren, irgendwo zwischen rammstein und den scorpions. ein passendes portfolio kann dementsprechend nur von vorteil sein.


bigface - drink just like (demo) (ysi)


neben ihrer musikalischen pracht gibt es von bigface auch ein video zu bewundern, welches ihr hier findet. die erschienene single featured neben dem starken original auch noch remixe von david e. sugar und data, lieblinge der blogosphäre. empfehlenswert ist es allemal, das sparschwein zu knüppeln und den kitsune shop aufzusuchen, um sich ein eu-paket schnüren zu lassen. mehr sehr starke infos findet ihr hier oder auf dem myspace der band.


11/30/2007

17: she never talked about sex


snoop dogg - sensual seduction

something olympic for the heart, remixing reznor, bottom line: fukkk offf, guestlisting and teenagers, robotnix turn pro, blogs against qerio, the original bloc party, hindu goddess, blue streets, more chrome, malen nach zahlen mit merok, kylie times twelve, because size does matter, plug in yuksek, big boobs and child, more for pluggin', villains mxing it up first time, kap10kurt gets tepred, sharks are my favourite animals, our darlings: spitzer, 90ies hiphop mixed to the max, happy tittsmas, dhs theorem, fresh glamour, dim vs brodinski, villains do daft punk, double diplo, felix cartal goes canada, plattform d in der pappelallee, ocelots for house music, murderers on rcrdlbl, spank aoki, the fder on hot chip, new cool kids, discodust does symbolone, teki on texas, print coburn, swedish twins in berlin, digital primates for digital shopping, the hipster on beards, crystal castles on their debut, let there be pulver for xmas, what berlin thinks (!) and how to spend your nights. other than that vids with lcd soundsystem (live), kate nash, the thermals, friendly fires, rita mitsouko, health, the white stripes, the cazals, big face, the broken hearts and sebastian tellier. ein schönes wochenende!


11/29/2007

under the radar - owl vision



owl vision ist schwede, genauer gesagt aus dem scania distrikt. nachdem er für rapper wie apathy, vinny paz oder celph titled beats produzierte, wendete er sich dem electrothrash zu. und da steht er heute. in seiner ganzen exzellenz.


owl vision - riots in burma (ysi)


im gegensatz zum szeneüblichen ansatz des zerstückelns und wiederzusammenbauens bestehender tracks ist owl vision wichtig, 'seinen eigenen scheiss' zu machen. folgerichtig besorgte der skandinavier sich synthies un legte los. dabei raus kam hauptsächlich thrash, wie er es nennt, der allerdings hier und da von einer etwas sanfteren prise ambient durchströmt wird. natürlich ohne kitschig zu wirken.


owl vision - machines wash (ysi)


die etwas düstere eleganz, die seinen tracks inne wohnt, spiegelt sich auch in dem namen owl vision wieder, inspiriert vom eleganten jäger der nacht, der im mondlicht alles sieht, und sei das mäuschen noch so klein. impressive. sowas braucht berlin.

mehr owl vision findet ihr auf dessen myspace. show some love! er ist jedes haustier wert.